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BYD prüft Einstieg in die Formel 1

Rotes Formel-1-Rennauto mit BYD-Beschriftung in modernem Showroom neben Minatur-Formel-1-Modell.

Die Formel 1 gilt weithin als eine der angesehensten Rennserien der Welt. Ein Platz in der Startaufstellung bedeutet weit mehr als nur Wettbewerb: Er dient dazu, technische Kompetenz unter Beweis zu stellen und die weltweite Bekanntheit zu stärken.

Genau dieser zweite Aspekt könnte BYD dazu bewegen, einen Einstieg in die Königsklasse des Motorsports zu prüfen. Wie Bloomberg berichtet, untersucht der chinesische Hersteller diese Möglichkeit im Rahmen seiner internationalen Expansionsstrategie. Sollte sich das Unternehmen dafür entscheiden, könnte es die erste chinesische Marke in der Formel 1 werden.

Eine offizielle Bestätigung gibt es bislang nicht. Ein wichtiger Grund für das mögliche Interesse von BYD dürfte jedoch die technische Entwicklung der Einsitzer sein, deren elektrische Komponente in den vergangenen Saisons immer stärker an Bedeutung gewonnen hat.

Die jüngsten Regeln erhöhen den Stellenwert der Elektrifizierung in den Antrieben weiter. Das elektrische System kann allein bis zu 350 kW (476 PS) bereitstellen. Damit stammt nahezu die Hälfte der Gesamtleistung der Einsitzer aus dem elektrischen Antriebsteil.

Gerade in diesem Bereich hat BYD in den vergangenen Jahren seinen Ruf aufgebaut: Der Konzern verfügt über eine ausgeprägte Spezialisierung in der Entwicklung und Fertigung von Batterien, Elektrifizierungslösungen und Hybridsystemen.

Für einen möglichen Einstieg stehen BYD zwei Wege offen. Die erste Möglichkeit wäre der Aufbau eines vollständig neuen Teams. Alternativ könnte der Hersteller ein bereits bestehendes Rennteam übernehmen – ähnlich wie andere Autobauer, darunter Audi, die in diesem Jahr in der Serie debütiert haben.

Unabhängig von der gewählten Variante wären erhebliche Investitionen nötig, die pro Saison mehrere hundert Millionen Euro kosten würden.

FIA wünscht sich ein chinesisches Team in der Formel 1

Der Präsident der FIA (Internationaler Automobilverband), Mohammed Ben Sulayem, hatte bereits Interesse daran bekundet, eine chinesische Marke in der Startaufstellung zu sehen. Dies unterstreicht die wachsende Bedeutung des asiatischen Marktes für den Motorsport.

Tatsächlich hat die Präsenz Chinas in der Rennserie in den vergangenen Jahren zugenommen. Seit 2004 finden im Shanghai International Circuit Rennen statt; bereits am 15. März wird dort der nächste Grand Prix ausgetragen.

Darüber hinaus stellt China seit 2022 einen Fahrer in der Serie: Guanyu Zhou. Er fuhr bis 2024 für Alfa Romeo/Kick Sauber, war 2025 Ersatzfahrer bei Ferrari und übernimmt in diesem Jahr dieselbe Rolle bei Cadillac.

Neben der Formel 1 könnte BYD auch weitere internationale Rennserien prüfen, darunter die WEC (Langstrecken-Weltmeisterschaft), zu der auch die legendären 24 Stunden von Le Mans gehören.

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