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Ford GT Mk IV: Rekord auf der Nürburgring-Nordschleife

Roter Ford GT Rennwagen mit weißem Streifen im Ausstellungsraum vor Rennstrecke am Nürburgring.

Ford GT Mk IV auf der Nürburgring-Nordschleife

In der Geschichte der Nürburgring-Nordschleife gibt es einen neuen Namen – und diesmal riecht es ausschließlich nach Benzin. Der Ford GT Mk IV ist zum schnellsten reinen Verbrenner geworden, der jemals durch die „Grüne Hölle“ gefahren ist.

Seine Rundenzeit? 6:15,977 Minuten. Damit landet er unmittelbar in den absoluten Top 3 aller Zeiten. Vor dem GT Mk IV liegen nur zwei technische Ausnahmeerscheinungen: der Porsche 919 Hybrid Evo mit seiner Bestzeit von 5:19,546 Minuten und der Volkswagen ID.R mit 6:05,336 Minuten.

Beim Porsche handelte es sich um die von Reglementvorgaben befreite Ausführung des dreifachen Hybrid-Prototypen-Siegers der 24 Stunden von Le Mans. Der Volkswagen wiederum war ein rein elektrischer Prototyp, entwickelt, um das gesamte Potenzial dieser Technologie zu demonstrieren und Rekorde zu sammeln. An der Spitze der Rangliste stehen somit ein Hybrid, ein Elektrofahrzeug und ein Verbrenner nebeneinander.

Alle drei sind Prototypen und keines dieser Fahrzeuge besitzt eine Straßenzulassung. Der Ford ist allerdings das einzige Modell, das unmittelbar von einem Serienfahrzeug abgeleitet wurde. Ford selbst macht keinen Hehl daraus, was der GT Mk IV sein soll: ein Auto, das Grenzen auslotet, statt Vorschriften zu erfüllen.

Dem Wert am nächsten kommt unter den straßenzugelassenen Serienautos der ebenfalls hybride Mercedes-AMG One, der beeindruckende 6:29,050 Minuten benötigte.

Nummer 1 auf mehreren Ebenen

Der Ford GT Mk IV gehört zu den absoluten Top 3 aller Zeiten, kann aber – abhängig vom gewählten Maßstab – auch als das schnellste Auto auf der Nürburgring-Nordschleife gelten.

Aktuell ist er das schnellste Fahrzeug, das man kaufen kann, um damit eine Runde auf dem Nürburgring zu fahren. Anders als die beiden Erstplatzierten, bei denen es sich jeweils um Einzelstücke handelt, wird der letzte Ford GT in 67 Exemplaren gebaut. Der Preis liegt vor Steuern bei mehr als 1,67 Millionen Euro.

Hinzu kommt: Wie bereits erwähnt, ist er der schnellste reine Verbrenner aller Zeiten. Lässt man Rennprototypen wie den Porsche 956 außen vor, ist der Porsche 911 GT2 RS Manthey Performance Kit das nächstschnellere Modell mit ausschließlich internem Verbrennungsmotor – allerdings mit fast 28 Sekunden Rückstand. Außerdem sichert sich der Ford den Titel als schnellstes Fahrzeug einer US-Marke auf der deutschen Rennstrecke. Er übertrifft damit weitere Prototypen mit dem blauen Oval, den F-150 Lightning SuperTruck und den Supervan 4.2, ebenso wie den serienmäßigen Chevrolet Corvette ZR1X.

Das letzte Kapitel des Ford GT

Der GT Mk IV ist zugleich ein Abschied. Er bildet den Schlusspunkt der aktuellen Ford-GT-Generation, und alles deutet darauf hin, dass die Ingenieure nur einen Auftrag hatten: das Potenzial dieser Maschine ohne die Fesseln einer Homologation freizusetzen.

Die Karosserie aus Kohlefaser im Long-Tail-Layout verweist auf ein extremeres Aerodynamikpaket. Der Radstand wurde verlängert, der V6 EcoBoost leistet nun mehr als 800 PS, und die Kraftübertragung übernimmt ein Renngetriebe. Auch das von Multimatic entwickelte Fahrwerk folgt diesem Ansatz. Das Unternehmen fertigt zudem die 67 Fahrzeuge.

Die Long-Tail-Karosserie aus Kohlefaser – ergänzt um den längeren Radstand – macht das nochmals extremere Aerodynamikpaket sichtbar. Der V6 EcoBoost bringt mehr als 800 PS auf, während ein Renngetriebe die Hinterräder versorgt. Das von Multimatic entwickelte Fahrwerk verfolgt dieselbe Philosophie. Auch die Produktion aller 67 Einheiten liegt bei diesem Unternehmen.

Ein Rekord in Zeiten der Elektrifizierung

Ob es künftig einen neuen Ford GT geben wird, ist nicht bekannt. Gleichzeitig wirkt es immer unwahrscheinlicher, dass ein weiterer Supersportwagen mit reinem Verbrennungsmotor solche Rekorde angreifen wird. Die Elektrifizierung gewinnt weiter an Bedeutung, und die Zeit des GT Mk IV könnte daher auch zu den letzten ihrer Art gehören.

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