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Alpine A424: letzter Test in Portimão vor der WEC 2024

Blauer McLaren A424 WEC Sportwagen auf einer weißen Ausstellungsfläche in einem modernen Showroom.

Das Alpine Endurance Team hat das Autódromo Internacional do Algarve in Portimão für seine letzte Testsitzung vor dem endgültigen Start der Saison 2024 in der Hypercar-Klasse der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) ausgewählt.

Erstmals waren alle sechs Fahrer der Saison 2024 sowie beide A424 vor Ort. Dadurch konnten die Teams die Abläufe beim Tanken und sämtliche Verfahren in der Box und der Boxengasse trainieren sowie Fahrerwechsel erproben.

Noch wichtiger war jedoch, dass die beiden Alpine A424 während der zweitägigen Portugal-Reise zusammen rund 3.000 km ohne nennenswerte technische Probleme zurücklegten: Der Wagen mit der Startnummer 35 fuhr 1443 km, das Fahrzeug mit der Nummer 36 kam auf 1562 km.

Genau das ist die beste Nachricht, die Alpine von der Algarve-Strecke mitnehmen konnte, auf der auch Razão Automóvel anwesend war. Denn „Langstrecke“ und „Zuverlässigkeit“ müssen in einem Programm wie Hypercar 2024 untrennbar zusammengehören.

Das gilt umso mehr für ein Auto, das aus rund 20.000 Bauteilen besteht – eine Zahl, die die Komplexität moderner Langstreckenprototypen eindrucksvoll verdeutlicht.

Beeindruckende Zahlen zum Alpine A424

Bei LMDh-Prototypen wie dem Alpine A424 sind nicht nur die Zahl der Komponenten, sondern auch die für 2024 erwarteten Rennkilometer bemerkenswert: Pro Fahrzeug werden etwa 28.000 km im Wettbewerb prognostiziert.

Doch damit nicht genug: Jeder dieser Alpine soll in der Saison 2024 voraussichtlich 18.475 Liter Kraftstoff verbrauchen und ungefähr 960 Reifen benötigen. Zahlen, die kaum jemanden unberührt lassen.

Hinzu kommen die Daten des A424 selbst. Angetrieben wird er von einem 3,4-Liter-V6-Turbomotor, der gemeinsam von Alpine und Mecachrome entwickelt wurde, 680 PS leistet und bis 9000 U/min „schreien“ kann.

Ergänzt wird dieser Motor durch einen 50-kW-Elektromotor (68 PS) von Bosch an der Hinterachse. Gemeinsam bilden sie das Hybridsystem, das diesem Hypercar zugrunde liegt; das Mindestgewicht ist reglementbedingt auf 1030 kg festgelegt.

Mick Schumacher ist ein bekanntes Gesicht

Der Deutsche Mick Schumacher gehört zu den sechs Fahrern im Alpine-Langstreckenprogramm für 2024 und begleitete die Arbeit des Teams auf der portugiesischen Rennstrecke.

Schumacher, der in der vergangenen Saison in der Formel 1 Ersatzfahrer bei Mercedes-AMG Petronas und McLaren war, absolvierte mehrere Stints auf der Strecke. Dabei erprobte er das Aerodynamikpaket des Alpine A424 ebenso wie verschiedene Reifenmischungen von Michelin.

Neben Schumacher umfasst das Aufgebot des Alpine Endurance Team für 2024 auch Nicolas Lapierre, Matthieu Vaxiviera, Charles Milesi, Paul-Loup Chatin und Ferdinand Habsburg.

Alpine kehrt nach Portimão zurück

Das Autódromo Internacional do Algarve wird zunehmend Teil der Alpine-Geschichte. Denn genau hier erzielte das französische Team beim WEC-Rennen 2021 die „Pole“ – ein Ereignis, das gewissermaßen den Grundstein für das LMDh-Projekt legte.

Darüber hinaus drehte auch das Formel-1-Team von Alpine im Sommer in Portimão mit dem Fahrzeug von 2021 im Rahmen eines speziellen Testprogramms seine Runden.

Hier sind die besten Bilder von den Tests des Alpine A424 in Portimão, aufgenommen vom portugiesischen Fotografen João Filipe:

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