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Loh Collection: Die Formel-1-Geschichte im National Auto Museum

Roter Rennwagen mit aerodynamischem Design in moderner Ausstellungshalle auf weißem Boden.

Loh Collection im National Auto Museum

Ein ehemaliger Industriekomplex, abgeschieden im deutschen Hinterland, ist wohl kaum der Ort, an dem man Europas größte Autosammlung und die gesamte Geschichte der Formel 1 vermuten würde. Doch genau das bietet die Loh Collection.

Bei unserem zweiten Besuch an diesem öffentlich zugänglichen Ort war erneut nichts vorhersehbar. Er trägt den Namen National Auto Museum – The Loh Collection. Es liegt weder in einer Metropole noch zwischen Souvenirgeschäften und endlosen Touristenschlangen.

Auch sein Eigentümer, der bekannte deutsche Industrielle Friedhelm Loh, ist keine „offensichtliche“ Persönlichkeit. Seine Sammlung begann beinahe zufällig mit einem Mercedes 190 SL – genau jenem Modell, das sein Vater in dessen Kindheit besessen hatte. Danach kamen weitere Mercedes hinzu, später Porsche, dann Ferrari und … schließlich Menschen. Mit Menschen sind ihre Geschichten gemeint …

Friedhelm Loh suchte irgendwann nicht mehr nur nach exklusiven Automobilen, sondern gezielt nach Fahrzeugen mit einer besonderen Vergangenheit. Und kaum andere Rennwagen tragen so viel Geschichte in sich und wecken so viele Emotionen wie Formel-1-Monoposti. Deshalb begann Friedhelm Loh, einige der beliebtesten Formel-1-Autos aller Zeiten zusammenzutragen.

In diesem Video zeige ich lediglich einen Ausschnitt dieser Geschichte – und ich betone: „lediglich einen Ausschnitt“. Das war keine leichte Aufgabe, denn jedes einzelne Auto hätte ein eigenes vollständiges Video verdient. Das gesamte Team von Razão Automóvel hat für dieses Video, das wir als „Weihnachtsspecial“ veröffentlichen wollten, sein Bestes gegeben:

75 Jahre Formel 1 und ihre Vorgeschichte

In diesem Jahr widmete sich die Loh Collection dem 75-jährigen Bestehen der Formel 1. Zu sehen sind jedoch auch Autos, die dem eigentlichen Grand-Prix-Konzept vorausgingen und direkte Erben des Gordon-Bennett-Cups waren.

Die Silberpfeile der 1930er-Jahre stehen hier ebenso wie jener Alfa Romeo, mit dem Tazio Nuvolari die Deutschen am Nürburgring schlug. Auch der Maserati, der Juan Manuel Fangio zu seinem fünften Weltmeistertitel führte, ist weder eine Replik noch eine Nachbildung: Es ist genau dieses Fahrzeug.

Formel-1-Autos von Senna, Schumacher und Lauda

Daneben finden sich Formel-1-Wagen, die jüngere Generationen geprägt haben. Die Autos von Ayrton Senna, Michael Schumacher und Niki Lauda sind hier ausgestellt. Einige stehen für absolute Dominanz, andere für Widerstandskraft, Methodik oder Risiko. Alle erzählen etwas über die Zeit, in der sie gefahren wurden.

Besonders spannend ist, dass die Loh Collection nicht versucht, alles zu verschönern. Neben Siegerautos gibt es auch Fahrzeuge, die gescheitert sind. Manche technische Lösungen waren genial, andere Ideen wirken heute beinahe absurd.

Schritt für Schritt haben sie alle zur Entwicklung des Automobils beigetragen – jenes Objekts, das der Mensch je geschaffen hat und das am meisten verändert hat. Doch darüber sprechen wir ein anderes Mal: 2026 kehren wir zur Loh Collection zurück … „Frohe Weihnachten an alle!“

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