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Alpine F1 vor dem Großen Preis von Portugal mit Fernando Alonso und Esteban Ocon

Blauer und pinker Formel-1-Rennwagen steht in moderner Ausstellungshalle mit Meerblick im Hintergrund.

Mit der Aufgabe, im Paddock die frühere Position von Renault einzunehmen, feiert Alpine F1 beim Großen Preis von Portugal auf dem Autódromo Internacional do Algarve (AIA) seinen Einstand. Anlass genug für ein Gespräch mit den Fahrern Fernando Alonso und Esteban Ocon über ihre Erwartungen vor dem dritten Rennen des Kalenders.

Zunächst ging es erwartungsgemäß um die Einschätzung des zweimaligen Weltmeisters zur portugiesischen Strecke. Alonso bekannte sich als Fan des Kurses, auf dem auch das Team von Razão Automóvel bereits in der C1 Trophy gefahren ist – wenn auch mit deutlich geringerem Tempo.

Obwohl der spanische Fahrer noch nie auf dem AIA angetreten ist, kennt er die Strecke aus den Simulatoren und von Tests, die er bereits absolvieren konnte. Deshalb bezeichnete er den portugiesischen Kurs als „fantastisch und herausfordernd“. Nach Ansicht des Alpine-F1-Piloten liegt das auch daran, dass nahezu kein Streckenabschnitt einem Teil einer anderen Rennstrecke gleicht.

Moderate Erwartungen

Während beide Alpine-F1-Fahrer den Kurs von Portimão schätzen, äußerten sich Alonso und Ocon für dieses Wochenende zugleich zurückhaltend. Schließlich erinnerten beide daran, dass die Abstände im Feld äußerst gering sind und bereits der kleinste Fehler oder Leistungsabfall teuer werden kann.

Darüber hinaus sind sowohl der zweimalige Weltmeister als auch sein jüngerer Teamkollege der Ansicht, dass sich der A521, der Formel-1-Wagen von Alpine F1, noch deutlich weiterentwickeln muss. Gegenüber dem Auto des Vorjahres wurde sogar ein Leistungsrückgang festgestellt.

Angesichts der Schwierigkeiten von Renault in Portimão 2020 setzen sich die Alpine-F1-Fahrer für das portugiesische Rennen daher das Ziel, Q3 – die dritte Phase des Qualifyings – zu erreichen und Punkte zu holen. Bei der Frage nach dem Favoriten auf den Sieg war Ocon eindeutig: „Ich denke, der Sieg wird an Max Verstappen gehen.“

Das ideale Jahr für Innovationen

Wir konnten die Alpine-F1-Fahrer auch zu den neuen Sprint-Qualifikationsrennen befragen. Beide begrüßten diese Maßnahme. In den Worten von Alonso:

Bei den neuen Regeln liegt für Fernando Alonso der größte Fokus von Alpine F1, da sie das Formel-1-Feld „ausgleichen“ sollen. Ocon erklärte: „Ich bin noch nicht mit den Spezifikationen für 2022 im Simulator gefahren, aber nach allem, was ich gehört habe, werden die Autos langsamer sein. Dennoch scheint es mir leichter zu werden, zu überholen, und die Rennen sollten enger ausfallen.“

Noch viele offene Fragen

Ein Blick auf das aktuelle Feld macht eines deutlich: Es vereint Erfahrung – vier Weltmeister stehen am Start – mit jungen Fahrern.

Zu diesem Thema wies Ocon den Druck von sich. Die Anwesenheit eines Fahrers wie Alonso im Team ermögliche ihm nicht nur, zu lernen, sondern motiviere ihn auch, denn „alle jungen Fahrer wollen zeigen, dass sie mit den Besten mithalten können“.

Alonso wiederum erinnerte daran, dass diese Mischung Rennen ermöglicht, in denen die Fahrer völlig unterschiedliche Ansätze verfolgen: Einige bauen stärker auf Erfahrung, andere auf pure Geschwindigkeit.

Hinsichtlich der Erwartungen an diese Alpine-F1-Saison richtete Alonso seinen Blick auf die Zukunft. Ocon räumte ein, dass es schwierig werde, einen Podestplatz wie beim GP von Sakhir 2020 zu wiederholen. Dennoch betonte er, dass über das Potenzial des Autos noch viel zu entdecken sei.

Zum Schluss wollte sich keiner der beiden auf Prognosen für die Meisterschaft festlegen. Zwar erkennen Alonso und Ocon an, dass derzeit alles auf ein Duell „Hamilton gegen Verstappen“ hindeutet, doch die Alpine-Fahrer erinnerten daran, dass die Saison erst begonnen hat. Erst etwa beim 10. oder 11. Rennen werde es konkrete Daten geben, die auf die Favoriten schließen lassen.

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