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Adamastor Furia: Portugals Supercar kommt 2026 auf die Straße

Weißer Furia Supersportwagen 2024 mit italienischer Flagge auf Motorhaube in moderner Ausstellungshalle

Fast zehn Jahre sind vergangen, seit wir Adamastor erstmals kennengelernt haben – und seither hat sich vieles verändert. Das ursprüngliche Projekt wurde «archiviert» und machte einem neuen Vorhaben Platz: einem echten Supercar, das in Portugal entwickelt wurde, auf der Rennstrecke bestehen und auf der Straße beeindrucken soll.

Der Adamastor Furia steht nun kurz davor, noch 2026 an seine neuen Besitzer ausgeliefert zu werden. Seine Entwicklung läuft jedoch weiter. Einige von Ihnen dürften dem orangefarbenen Furia mit dem roten Kennzeichen „400001“ bereits begegnet sein, das dem Supercar Fahrten auf öffentlichen Straßen erlaubt.

Damit nähert sich eine Reise ihrem Ende, die 2024 mit der Enthüllung des ersten Prototyps begann. Seither hat Adamastor sein Supercar schrittweise vorgestellt – das erste, das in Portugal konzipiert und gefertigt wurde. Parallel dazu entwickelte sich das Projekt weiter: So wurden etwa die ursprünglichen technischen Angaben inzwischen deutlich übertroffen.

Rennwagen mit Straßenzulassung

Adamastor hat seine Absicht stets klar formuliert: Eine Hochleistungsmaschine für die Rennstrecke anzubieten, die zugleich legal im Straßenverkehr bewegt werden darf. Als Rennwagen mit Kennzeichen besetzt der Adamastor Furia innerhalb der Supercars eine besondere Nische.

Die Ironie dabei: Der straßenzugelassene Furia wird deutlich leistungsfähiger sein als die Rennversion. Der Grund liegt in den Reglements der GT-Meisterschaften, in denen er antreten soll und die einen Teil seines Potenzials begrenzen werden.

Adamastor Furia: Leistung und geringes Gewicht

Einige Kennzahlen verdeutlichen das. Der Renn-Furia wird rund 500 PS leisten, abhängig vom jeweiligen Reglement. Im straßenzugelassenen Furia gibt der 3,5-Liter-V6-Biturbo von Ford Performance derzeit dagegen 750 PS und 1000 Nm Drehmoment ab. Damit fallen die Werte sogar kräftiger aus als ursprünglich angekündigt: 100 PS mehr und beinahe das Doppelte an Drehmoment. Das spiegelt die Weiterentwicklung des Projekts wider.

Man könnte einwenden, dass Elektroautos höhere Werte bieten. Sicherlich erreicht jedoch keines davon ein Trockengewicht von 1100 kg – dieser Wert gilt für die Rennversion und könnte beim Straßenmodell noch niedriger ausfallen. Das trägt zu den lediglich 2,4 s für den Sprint von 0 auf 100 km/h sowie zu einer Höchstgeschwindigkeit von mehr als 300 km/h bei. Diese Angaben sind, daran sei erinnert, vorläufig.

Aerodynamik als zentrales Element

Nicht Motorleistung oder Gewicht bildeten jedoch das Fundament des gesamten Projekts, sondern die Aerodynamik. Die Funktion bestimmte die Form: Das Exterieurdesign wurde, wie uns Ricardo Quintas, Geschäftsführer und einer der Gründer von Adamastor, in Folge 56 des Podcasts Auto Rádio erklärte, „vollständig vom Verantwortlichen für die Aerodynamik geleitet“.

Hier besitzt der Renn-Adamastor Furia einen Vorteil: Bei 250 km/h erzeugt er 1900 kg Abtrieb – also deutlich mehr als sein eigenes Gewicht –, während der Straßen-Furia auf 1000 kg kommt. Erreicht werden diese Werte ohne auffällige Flügel; den größten Anteil daran haben die Venturi-Tunnel, die in den Unterboden des Supercars integriert sind.

Laut Adamastor übertreffen diese Abtriebswerte jene der Formel-3- und Formel-2-Einsitzer der Saison 2021 sowie einiger LMP2-Modelle aus dem Langstreckensport.

Wann kommt er?

Die ersten Auslieferungen des Adamastor Furia sind weiterhin für 2026 vorgesehen. Der Prototyp mit dem Kennzeichen 400001 zeigt, dass die Entwicklung bereits die Endphase erreicht hat: Er absolviert Validierungstests im Stadtverkehr und auf offenen Straßen.

Die Produktion des Straßen-Adamastor Furia wird auf 60 Exemplare begrenzt. Der Grundpreis liegt bei 1,6 Millionen Euro vor Steuern. Gefertigt wird er im Adamastor-Werk in Perafita bei Matosinhos.

Bei unserem letzten Gespräch mit Ricardo Quintas teilte er mit, dass vom ersten portugiesischen Supercar bereits acht Fahrzeuge verkauft und 12 reserviert waren. Die Käufer kamen aus Nord- und Südeuropa, Kanada sowie den Vereinigten Arabischen Emiraten. Inzwischen dürften es deutlich mehr sein.

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