Zwei Monate nachdem Ford Carlos Sainz und Nani Roma als offizielle Fahrer der Marke für die nächste Dakar-Ausgabe vorgestellt hatte, zeigt der Hersteller nun seine wichtigste „Waffe“ für diesen Wettbewerb.
Optisch hat das Fahrzeug nur wenig mit einem Ford Ranger Raptor – oder auch einem Bronco – gemein. Ein Raptor ist es zweifellos dennoch: Der erste Eindruck dieses „Monsters“ vermittelt, dass es für sämtliche denkbaren Einsatzbedingungen gerüstet ist.
Ford Raptor T1+: Konstruktion und Fahrwerk
Das Grundgerüst des Ford Raptor T1+ bildet eine Stahlstruktur, die mit Karbonfaser-Verkleidungen versehen ist, um eine Karosserie nachzubilden. Zu den verfügbaren Daten zählen 2,3 m Breite – genug Platz, um zwei Reserveräder seitlich unterzubringen.
An der Front prangt der Ford-Schriftzug deutlich im Kühlergrill, während die Tagfahrlichter beinahe an jene des Serienmodells erinnern. Die Räder messen „nur“ 17” im Durchmesser, sind jedoch 8,5” breit und mit 37”-Reifen bestückt. Dahinter arbeitet eine Alcon-Bremsanlage mit 355-mm-Scheiben und Monoblock-Bremssätteln mit sechs Kolben.
Die eigentliche technische „Magie“ dieser besonders extremen Raptor verbirgt sich allerdings unter der Verkleidung. Das gemeinsam mit Fox entwickelte Fahrwerk sorgt für mehr als 400 mm Bodenfreiheit und setzt vorne wie hinten auf eine Doppelquerlenker-Konstruktion.
Die Stoßdämpfer lassen sich vollständig einstellen, zudem verfügt jedes Rad über einen separaten Ausgleichsbehälter. Mit bis zu 350 mm Federweg können die Räder den Unebenheiten des Untergrunds folgen. Laut Ford beträgt das Mindestgewicht des gesamten Fahrzeugs 2010 kg, der Böschungswinkel vorne liegt bei über 70º.
V8-Motor aus dem Ford Mustang
Als Basis für den Antrieb des Ford Raptor T1+ dient der 5,0-l-Coyote-V8, derselbe Motorblock, der auch im Ford Mustang eingesetzt wird. Wie erwartet nennt die Marke für diesen Raptor jedoch keine Leistungs- und Drehmomentwerte, da diese an die Anforderungen der jeweiligen Rallye angepasst werden können.
Die auffälligsten Änderungen betreffen das Trockensumpfschmiersystem des Motors sowie die speziell für die harten Bedingungen der Wüste entwickelte Abgasanlage.
Einsatzplan des Ford Raptor T1+
Nach seiner offiziellen Präsentation beim Goodwood Festival of Speed wird der Ford Ranger T1+ am zweiten Augustwochenende bei der diesjährigen Baja Hungary erstmals im Wettbewerb fahren.
Von Ungarn aus reist der Raptor weiter nach Marokko – dann bereits zusammen mit seinem „Zwillingsbruder“, denn Ford Performance wird bei der diesjährigen Rallye du Maroc mit zwei Teams antreten.
Die Veranstaltung vom 4. bis 11. Oktober gilt als letzter großer Test vor der Reise nach Saudi-Arabien zur Dakar Rally 2025, die vom 4. bis 17. Januar angesetzt ist. Laut Ford wird die Marke dort mit vier Teams vertreten sein.
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