Wie du weißt, verfolgt Hyundai ein klares Ziel: Bis 2021 möchte die Marke die asiatische Nummer 1 in Europa sein. Dieses ehrgeizige Vorhaben stützt sich auf einige der größten Industrieanlagen, die je von Menschen errichtet wurden. Ohne technologische Entwicklung und entsprechende Investitionen wäre dieses Ziel nicht zu erreichen.
Wir kennen bereits das Hyundai-Testzentrum am Nürburgring, haben das weltweit größte Automobilwerk in Ulsan besucht und uns auch mit dem Stahlwerk beschäftigt, in dem Hyundai Gestein zu hochfestem Stahl für seine Autos und „Superschiffe“ verarbeitet.
Gehen wir noch weiter?
Heute führt uns die Reise noch weiter. Wir verlassen die Stadt Ulsan und fahren in Richtung Südwesten Südkoreas – unsere letzte Reise mit Espaço Hyundai führte uns, falls du dich erinnerst, nach Dangjin. Diesmal geht es nach Hwaseong: Dort befindet sich das Forschungs- und Entwicklungszentrum Namyang.
Die Anlage des Hyundai-Konzerns umfasst 33.000 Quadratmeter und dient mehr als 10.000 Ingenieuren als „Hauptquartier“. Sie arbeiten, auf verschiedene Gebäude und Fachbereiche verteilt, unter anderem in Robotik, Mechanik, Aerodynamik, Ergonomie und Elektronik.
Seit 2007 entsteht hier in Namyang ein großer Teil der Technologien, die Hyundai in seinen Modellen einsetzt. Das Zentrum arbeitet dabei eng mit dem Technischen Zentrum in Rüsselsheim in Deutschland zusammen, dem europäischen Hauptsitz von Hyundai.
Weil der Nürburgring ständig von „indiskreten Kameras“ belagert wird, entwickelt, erprobt und überprüft die koreanische Marke ihre Modelle in Namyang auf Sicherheit und Qualität, bevor sie dem Blick der Automobilsalons ausgesetzt werden. Um größtmögliche Vertraulichkeit zu gewährleisten, ist Namyang von einem Sicherheitsbereich umgeben, in dem weder Bildaufnahmen noch die Zufahrt nicht autorisierter Fahrzeuge erlaubt sind.
„Wir können sagen, dass der Nürburgring nur die ‚sichtbarste Seite‘ des gesamten Entwicklungsprozesses eines neuen Hyundai ist“
Spitzentechnologie im Hyundai-Forschungszentrum Namyang
Neben den mehr als 10.000 Ingenieuren verfügt das Zentrum in Namyang über sämtliche Anlagen und Einrichtungen, die für die Entwicklung eines Automobils nach den strengsten Qualitäts- und Sicherheitsmaßstäben erforderlich sind.
Zu den wichtigsten Einrichtungen zählt der 1999 eröffnete Windkanal des Hyundai-Konzerns. Er gehört zu fünf Windkanälen auf dem asiatischen Kontinent, die sich auf China, Japan und Südkorea verteilen.
In diesem Windkanal werden täglich mehr als 30 Modelle untersucht – einschließlich Fahrzeugen der Konkurrenz, um die „Stärken“ der Wettbewerber zu bewerten.
Auch draußen beeindruckt die Vielzahl der Teststrecken: Insgesamt gibt es 34 Strecken mit unterschiedlichen Oberflächen und Streckenführungen. Die größte davon ist eine geneigte Ovalstrecke, die den gesamten Komplex umschließt. Sie simuliert Fahrten bei hohem Tempo und dient der Überwachung des Verhaltens des gesamten Fahrzeugs. Die durchschnittliche Testgeschwindigkeit auf dieser Ovalstrecke beträgt 180 km/h.
https://www.youtube.com/watch?v=yquKWXy3cLg
Die übrigen Teststrecken mit insgesamt 34 unterschiedlichen Layouts und 71 verschiedenen Fahrbahnbelägen – Asphalt, Steine, nasse Fahrbahn, Schlaglöcher, Bodenwellen usw. – werden genutzt, um den Komfort neuer Modelle unter realen Einsatzbedingungen, den Verschleiß der Bauteile sowie die Stabilität des Innenraums zu prüfen.
Zu den zahlreichen Prüfungen gehören unter anderem:
- Simulationen im Windkanal;
- Straßentests;
- elektromagnetische Tests, um Störungen durch andere Modelle zu prüfen;
- Simulatoren für Schnee, Regen und Hitze;
- Prüfstände für Motoren, Bremsen, Fahrwerk und Aufhängung.
Alles wird bis an die Grenzen getestet, damit alle Komponenten unter allen denkbaren Bedingungen maximale Zuverlässigkeit bieten. Am Ende könntest du mit Garantie von hier bis zum Mond fahren – ja, genau, mehr dazu findest du unter diesem Link.
Seid ihr bereit für eine weitere Reise?
Wir haben bereits gesagt, dass der Nürburgring beim Thema Tests nur die Spitze des Eisbergs ist. Deshalb „fliegen“ wir direkt von Namyang nach Kalifornien in den USA, genauer gesagt in die Mojave-Wüste.
Unter diesen extrem heißen Bedingungen, an einem der heißesten Orte der Erde, errichtete der Hyundai-Konzern 2004 ein Testzentrum, das zehnmal größer als das in Namyang ist – ja, genau: 10-mal größer. Die Gesamtfläche beträgt mehr als 1.750 Hektar, dazu kommen 116 km Teststrecken.
Der Hyundai-Konzern baute dieses Zentrum mit einem eindeutig definierten Zweck: Seine Modelle sollten unter den anspruchsvollsten klimatischen Bedingungen der Welt getestet werden. Erst wenn die in Hyundai-Modellen eingesetzten Lösungen den Belastungen der Mojave-Wüste standhalten, gehen sie in Produktion. Wer das übersteht, übersteht alles.
Und was ist mit dem Nürburgring?
Nicht allein die Zuverlässigkeit zählt. Hyundai möchte, dass die Fahrdynamik seiner Modelle sicher und berechenbar ist und den Erwartungen europäischer Fahrer gerecht wird. In diesem Zusammenhang bildet der Nürburgring die letzte Etappe dieses langen Entwicklungs- und Testverfahrens unter Extrembedingungen.
Am Nürburgring erfolgen die abschließenden Abstimmungen vor dem entscheidenden Augenblick: dem „grünen Licht“ für die Produktion. Es ist ein langwieriger, aber notwendiger Prozess, damit Hyundai sein Ziel erreicht, die asiatische Nummer 1 in Europa zu werden. Nach all diesen Reisen: Hast du noch den Mut, mit Espaço Hyundai bis zum Nordpol zu fahren? Los geht’s.
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