Eine ausgesprochen inspirierende Innovation, die bereits von mehreren Kommunen übernommen wurde.
Radfahren erlebt in Frankreich seit einigen Jahren einen starken Aufschwung. Leider geht diese Entwicklung mit zahlreichen Unfällen und ernsthaften Problemen für die Verkehrssicherheit von Radfahrenden einher. Der „Kreisverkehr nach niederländischem Vorbild“ könnte angesichts dieser Risiken einen ersten Lösungsansatz bieten. Le Journal du Geek hat dieses Konzept, das bereits in mehreren Gemeinden erprobt wird, kürzlich vorgestellt.
Der Kreisverkehr nach niederländischem Vorbild für mehr Sicherheit
Konkret gelten andere Vorfahrtsregeln: Fahrräder nutzen einen bevorrechtigten Radweg rund um den Kreisverkehr und haben sowohl bei der Einfahrt als auch bei der Ausfahrt Vorrang. Zudem trennt dieses Modell die Verkehrsströme von motorisierten Fahrzeugen, Radfahrenden und Fußgängern.
Wie unsere Kolleginnen und Kollegen erläutern, verläuft der kreisförmige Radweg außerhalb der für Autos vorgesehenen Fahrbahn. Häufig können Fahrräder dort in beide Richtungen fahren. Motorisierte Verkehrsteilnehmende müssen beim Einfahren Radfahrenden und Fußgängern Vorfahrt gewähren; dieselbe Regel gilt beim Verlassen des Kreisverkehrs.
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Le Journal du Geek nennt mehrere Beispiele für Tests von Kreisverkehren „nach niederländischem Vorbild“, darunter Anlagen in Rennes, Clermont-Ferrand und Bures-sur-Yvette. Diese Orte werden häufig als Vorbilder für die Fahrradinfrastruktur angeführt.
Das Beispiel aus Spanien
Zur Erinnerung: Behörden versuchen regelmäßig, durch Innovationen die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Kürzlich berichteten wir etwa über einen spanischen Versuch, bei dem fluoreszierende Bodenmarkierungen die weißen Linien auf Straßen ersetzen.
Weiße Linien sind bereits so gestaltet, dass sie das Licht von Scheinwerfern mithilfe von in die Farbe eingearbeiteten Mikroperlen zurückwerfen. Allerdings stößt dieses Verfahren an Grenzen, insbesondere nachts, auf schlecht beleuchteten Straßen und bei Regen.
Leuchtende Fahrbahnmarkierungen als Testprojekt
Bei dem spanischen Ansatz enthalten die Farben Pigmente, die tagsüber Lichtenergie aufnehmen und sie nach Einbruch der Dunkelheit wieder abgeben. Dadurch bleiben die Markierungen auch ohne Scheinwerfer in der Dunkelheit sichtbar.
Die ersten Tests bei unseren Nachbarn sollen vor allem die tatsächliche Sichtbarkeit über größere Entfernungen und bei Regen prüfen. Ebenso wird untersucht, wie widerstandsfähig der Belag gegen mechanischen Verschleiß ist. Die Kosten einer solchen Maßnahme dürften allerdings schnell zu einem entscheidenden Thema werden. Der Sicherheitsgewinn muss den Aufwand daher rechtfertigen. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem vorherigen Artikel hier.
Wie beurteilen Sie diese Verkehrsinfrastrukturen? Teilen Sie Ihre Meinung gern (sachlich) in den Kommentaren.
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