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BMW M4 CSL: Das Sondermodell mit Nürburgring-Rekord

Silberner BMW M4 CSL mit schwarzem Akzent und roten Bremssätteln in modernem Showroom vor Fenster mit Stadtblick.

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens seiner M-Division hat BMW den Fans sportlicher Fahrzeuge ein besonderes Geschenk gemacht: den M4 CSL. Diese exklusive Kleinserie versteht sich zugleich als Hommage an den Sieger der Tourenwagen-Europameisterschaft von 1973.

Als Basis diente der M4 Competition. Sein 3,0-Liter-Reihensechszylinder erhielt eine zusätzliche Leistungsspritze, während gezielte Maßnahmen 100 kg Gewicht einsparten. Damit gelang die angestrebte Rekordrunde auf dem Nürburgring: 7 Min. 15,677 Sek. auf der „klassischen“ 20,6-km-Strecke und 7 Min. 20,207 Sek. auf der heute gültigen, 20,832 km langen Variante einschließlich der Geraden im Abschnitt T13.

Damit ist der hier vorgestellte M4 CSL – Competition, Sport, Leichtbau – der neue Rekordhalter für die schnellste Runde, die ein BMW-Serienfahrzeug bislang in der „Grünen Hölle“ gefahren ist.

Auch im Sprint liefert der BMW M4 CSL beeindruckende Werte: Von 0 auf 100 km/h vergehen 3,7 Sek. – 0,2 Sek. weniger als beim M4 Competition. Die 200-km/h-Marke erreicht er nach nur 10,7 Sek., die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 307 km/h. Ohne die Elektronik, die das dynamische Potenzial unter der Motorhaube des M4 CSL „an die Leine nimmt“, wäre sie sogar noch höher.

Wie 100 kg eingespart wurden

„Hier mussten wir sehr kreativ sein, um für die CSL-Version 100 kg loszuwerden“, versichert Projektleiter Sebastian Maier. Schließlich ist schon der M4 Competition, der als Ausgangspunkt diente, keineswegs ein Schwergewicht. Am Ende wurde das Diätziel jedoch erreicht: Der M4 CSL bringt offiziell 1625 kg nach DIN auf die Waage.

Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen der Verzicht auf die Rücksitze, an deren Stelle Fächer zur Aufbewahrung von Helmen treten – das spart 21 kg. Vollständig aus Carbon gefertigte Sitze reduzieren das Gewicht um weitere 25 kg. Der Wegfall von Fußmatten und Netzen sowie weniger Dämmmaterial im Innenraum bringen nochmals 15 kg Ersparnis. Ein zusätzlicher Vorteil: Der reizvolle Motorsound ist deutlicher hörbar.

Hinzu kommen eine Motorhaube und ein Kofferraumdeckel aus Carbon – beim M4 bestand das Dach bereits aus diesem besonders leichten und steifen Material –, serienmäßige Carbon-Keramik-Bremsscheiben, spezielle Leichtmetallräder sowie leichtere Federn und Stoßdämpfer. Außerdem wurden einige Ausstattungsmerkmale vereinfacht: Die Klimaanlage arbeitet nur noch einzonig statt zweizonig wie im M4, verbaut sind LED-Leuchten einschließlich optionaler Laserlight-Scheinwerfer, und der Kofferraum kommt ohne Verkleidungen aus.

Motor mit einer Extraportion Leistung

Beim Reihensechszylinder wurde der Ladedruck der Turbolader um 0,4 bar auf 2,1 bar angehoben und eine neue Motorsteuerung eingesetzt. Gegenüber dem M4 Competition steigt die Maximalleistung dadurch um 40 PS auf 550 PS. Das ergibt ein eindrucksvolles Leistungsgewicht von 2,95 kg/PS.

Damit die Kraft nach der Übertragung durch das Achtgang-Automatikgetriebe M Steptronic vollständig auf den Asphalt gelangt, senkten die Ingenieure der BMW M-Division die Bodenfreiheit um 8 mm. Zugleich vergrößerten sie den Sturz an der Vorderachse, montierten stärkere Stabilisatoren, ersetzten an der Hinterachse sämtliche Gummilager durch Kugelgelenke, verringerten die Federrate und passten die Software der elektronischen Stoßdämpfer an.

Weil Liebhaber der CSL-Modelle den Einsatz eines Allradantriebs zweifellos als Ketzerei verstanden hätten, wird die Kraft ausschließlich an die Hinterräder geleitet. Die serienmäßige M Traktionskontrolle bietet spezielle Einstellungen für die Rennstrecke und erlaubt es Fahrer oder Pilot, die Eingriffsstufen der Schlupfbegrenzung selbst festzulegen.

Auf trockenem Asphalt unterstützen die Stufen „1“ bis „5“ der M Traktionskontrolle den Fahrer bei kontrollierten Drifts. Die Stufen „6“ bis „10“ basieren dagegen auf der für Tourenwagenfahrer entwickelten Anwendung. Sie sind auf trockene und nasse Fahrbahnen sowie unterschiedliche Reifentemperaturen abgestimmt, um Traktion und Richtungsstabilität bestmöglich zu maximieren.

Wann kommt der BMW M4 CSL?

Die Fertigung der ersten Exemplare im Werk Dingolfing bei München beginnt im Juli. Interessierte Kunden müssen allerdings nicht nur 165.200 Euro in Deutschland zurücklegen – inklusive der Steuern in Portugal dürfte der Preis bei rund 200.000 Euro liegen –, um eines der 1000 gebauten Fahrzeuge zu erhalten. 250 Exemplare sind für die USA vorgesehen, 150 für Deutschland und so weiter. Für „periphere“ Märkte werden daher nur wenige Fahrzeuge übrig bleiben.

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