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F-5 Tiger II sichern den Luftraum zur FIFA-Fußball-WM 2026
Mexiko ist gemeinsam mit den Vereinigten Staaten und Kanada Austragungsort der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Bei einem Ereignis dieser Größenordnung zählt die Sicherheit zu den sensibelsten und anspruchsvollsten Bereichen. In diesem Rahmen übernahmen die betagten Northrop F-5 Tiger II der Mexikanischen Luftwaffe (FAM) erneut eine zentrale Aufgabe beim Schutz des nationalen Luftraums. Während das Estadio Azteca in Mexiko-Stadt zum Mittelpunkt der Eröffnungsfeier wurde, waren die Überschallflugzeuge Teil des eingesetzten Systems zur Luftraumkontrolle und Luft- und Raumfahrtsicherheit. Es sollte eines der wichtigsten Sportereignisse der Welt absichern, während die FAM zugleich die Suche nach ihren künftigen Ersatzmustern vorantreibt.
Die Veranstaltung, deren Bedeutung weit über den Sport hinausgeht, umfasste auch den traditionellen fliegerischen Teil. Die Formation „Águilas Aztecas“ zeigte über dem Estadio Azteca eine Vorführung mit neun Beechcraft T-6C Texan II. Ihre Besatzungen flogen in Formation und zeichneten mit dreifarbigen Rauchspuren die mexikanische Flagge an den Himmel. Das Dröhnen der Triebwerke begleitete den Auftakt zum größten Fußballfest und machte den Überflug für Millionen Zuschauer weltweit zu einem der prägendsten Momente der Eröffnungszeremonie.
Über ihre offiziellen sozialen Netzwerke veröffentlichte die Mexikanische Luftwaffe Bilder und Mitteilungen über den Einsatz und hob die koordinierte Arbeit hervor, durch die die Flugvorführung möglich wurde. Zur Parade gehörten zudem zwei Black-Hawk-Hubschrauber, die eine große mexikanische Flagge transportierten und den symbolischen Charakter des Spektakels unterstrichen. Nach Angaben der FAM überwachte der Kommandeur der Luftwaffe die vorherigen Übungen persönlich. Daran waren Piloten, Fluglotsen, Meteorologen, Mechaniker und Fachkräfte für Avionikelektronik beteiligt. Die gemeinsame Vorbereitung diente dazu, die Präzision zu erreichen, die ein Einsatz dieser Art verlangt.
Plan Kukulcán: gestaffelte Luftsicherheit für die WM-Spielorte
Hinter dem zeremoniellen Teil stand jedoch auch ein komplexes Konzept zur Luftsicherheit. Mit dem offiziellen Beginn des Turniers wurde der sogenannte „Plan Kukulcán“ aktiviert, eine gestaffelte Verteidigungsstrategie zur Überwachung und zum Schutz des Luftraums über den WM-Austragungsorten. Das System umfasst fünf Sicherheitsstufen – von Frühwarnflugzeugen und Überwachungsdrohnen bis hin zu Hubschraubern für Einsätze über sensiblen Stadtgebieten.
Innerhalb dieses Verteidigungsverbunds bilden die Northrop F-5E/F Tiger II die dritte Schutzebene und stellen die wichtigste Überschall-Abfangkomponente der Mexikanischen Luftwaffe dar. Ihre Aufgabe ist es, umgehend auf jeden nicht genehmigten Flugverkehr oder jede mögliche Bedrohung aus der Luft zu reagieren. Darüber hinaus richtete die FAM nach dem Gesetz zum Schutz des mexikanischen Luftraums während der Eröffnungsfeier Sperrgebiete für Sichtflüge der Zivilluftfahrt und Drohnen ein. Gleichzeitig blieben Luftraumüberwachungs- und Schutzzonen an den WM-Spielorten, den FanFest-Bereichen und den Aufenthaltsorten der teilnehmenden Nationalmannschaften aktiv.
Ersatz für die F-5 Tiger II bis 2028 gesucht
Die herausgehobene Rolle dieser Flugzeuge während der Weltmeisterschaft verdeutlicht allerdings auch eine unausweichliche Tatsache: Eine Flotte, die vor mehr als vier Jahrzehnten beschafft wurde, muss ersetzt werden. Die zwischen 1981 und 1982 erworbenen F-5E/F Tiger II sind trotz steigender Wartungskosten und einer nach Jahren im Einsatz sowie mehreren Unfällen schrittweise gesunkenen Einsatzbereitschaft weiterhin die wichtigste Fähigkeit zur Luftverteidigung des Landes. Die Unfälle reduzierten zudem die Zahl der aktiven Flugzeuge der Luftstaffel 401. Bemerkenswert ist, dass genau jene Jagdflugzeuge, die heute den Himmel über der Weltmeisterschaft 2026 schützen, bereits während der vorherigen, 1986 von Mexiko ausgerichteten Weltmeisterschaft zum Bestand der Mexikanischen Luftwaffe gehörten. Dies unterstreicht die außergewöhnliche Langlebigkeit dieser Maschinen.
Vor diesem Hintergrund bestätigte der Kommandeur der Mexikanischen Luftwaffe, Román Carmona Landa, kürzlich, dass die Institution das Verfahren zur Beschaffung von zwölf neuen Kampfflugzeugen bis 2028 offiziell eingeleitet hat. Zu den geprüften Optionen zählen die Lockheed Martin F-16 Block 70/72, die Saab Gripen E, die KAI FA-50 Fighting Eagle und die Leonardo M-346FA. Bis feststeht, welches Muster zum künftigen mexikanischen Jagdflugzeug wird, erfüllen die historischen F-5 Tiger II weiter ihre Aufgabe: Sie bewachen den nationalen Luftraum und gewährleisten die Sicherheit einer Weltmeisterschaft, die Mexiko erneut als Gastgeber erlebt.
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