Toyota Gazoo Racing hat auf dem Circuit de la Sarthe unmittelbar vor dem Start der 100. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans das GR H2 Racing Concept enthüllt. Der Prototyp gibt einen Vorgeschmack auf den künftigen wasserstoffbetriebenen Hypercar-Rennwagen, mit dem die Marke in drei Jahren in Le Mans antreten will.
Toyota-Präsident Akio Toyoda stellte die Studie vor, nachdem der Automobile Club de l’Ouest (ACO) beschlossen hatte, ab 2026 wasserstoffbetriebene Hypercars bei den 24 Stunden von Le Mans zuzulassen.
Dabei können die Fahrzeuge entweder als Brennstoffzellen-Elektroautos ausgelegt sein oder Wasserstoff anstelle von Benzin in einem Verbrennungsmotor nutzen.
Der ACO geht sogar noch weiter: Er ist überzeugt, dass gegen Ende des Jahrzehnts sämtliche in Le Mans startenden Fahrzeuge mit Wasserstoff betrieben werden.
Weiterhin mit Verbrennungsmotor
Zum Toyota GR H2 Racing Concept liegen bislang nur wenige technische Angaben vor. Bekannt ist jedoch, dass es einen Wasserstoff-Verbrennungsmotor mit einem Hybridsystem kombiniert.
Zudem fällt der GR H2 deutlich größer aus als der GR010 Hybrid, der LMP1-H-Prototyp, mit dem Toyota bei der diesjährigen Austragung des legendären Langstreckenrennens starten wird.
Der aktuelle Toyota-Hypercar misst 4650 mm in der Länge und 1900 mm in der Breite. Das Toyota GR H2 Racing Concept kommt dagegen auf 5100 mm Länge und 2050 mm Breite.
Toyota will mit dem GR H2 weiter gewinnen
Zum Antrieb selbst, einschließlich seiner Leistungsdaten, wurden keine Details genannt. Akio Toyoda ist jedoch davon überzeugt, dass Toyotas Hypercar für Le Mans äußerst konkurrenzfähig sein wird.
„Le Mans ist ein Ort, an dem wir Grenzen überschreiten und die Zukunft vorausahnen können. Mein Ziel ist es, CO₂-Neutralität zu erreichen, ohne bei Geschwindigkeit oder der Faszination des Rennsports Kompromisse einzugehen“, erklärte Akio Toyota bei der Präsentation des Toyota GR H2 Racing Concept, wie die britische Autocar berichtet.
„Ich würde nicht in diese Technologie investieren, wenn ich nicht glauben würde, dass wir damit gewinnen können … Wasserstoff steht nicht nur für Null-Emissionen, sondern ist auch eine spannende Technologie: Er bietet Klang, Drehmoment und Dynamik“, ergänzte der Toyota-Präsident.
Eine langjährige Wasserstoff-Strategie
Toyotas Engagement für Wasserstoff ist keineswegs neu. Schließlich war der japanische Hersteller einer der Vorreiter bei der Vermarktung eines Serienmodells mit dieser Technologie: des Mirai, den wir bereits getestet haben.
Toyota beschränkte sich allerdings nicht auf Wasserstoff-Brennstoffzellen-Elektroautos.
Seit 2021 tritt Toyota in Japan in der Super Taikyu Series mit einem Toyota Corolla an, dessen Verbrennungsmotor mit Wasserstoff betrieben wird. In diesem Jahr nahm derselbe Wagen außerdem an den 24 Stunden von Fuji teil, ebenfalls in Japan.
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