Während eines Tests mit dem Ferrari 296 GTB erzielte das Team der deutschen Zeitschrift Sport Auto mit dem italienischen Supersportwagen auf der Nürburgring-Nordschleife eine Zeit von 6min58,70s.
Damit blieb erstmals ein straßenzugelassener Ferrari bei einer Runde durch die „grüne Hölle“ unter der Sieben-Minuten-Marke.
Ferrari 296 GTB auf der Nürburgring-Nordschleife
Doch wie so oft bei Rekorden auf der traditionsreichen deutschen Rennstrecke entstand eine Diskussion. Der Grund dafür liegt in der Art, wie Sport Auto die Länge einer Runde erfasst.
Wie im Video zu sehen ist, entsprechen Start- und Zielpunkt der gemessenen Zeit der Regelung, die vor 2019 galt. Die 232 m lange kurze Gerade im Streckenabschnitt T13 werden somit nicht einbezogen. Gemessen wurden folglich 20,6 km statt der heute offiziell geltenden 20,832 km.
Diskussion um die gemessene Rundenzeit
Würde die volle Distanz von 20,832 km berücksichtigt und der Start- sowie Zielpunkt an derselben Stelle gesetzt, läge die Zeit des Ferrari 296 GTB knapp über sieben Minuten. Zwar nur geringfügig, aber eben dennoch darüber.
Ungeachtet dessen ist das von Sport Auto veröffentlichte Video, das Christian Gebhardt am Steuer des Ferrari 296 GTB zeigt, einer jener Fahrmomente, die man sich immer wieder ansehen möchte. Ob Rekord oder nicht: Es ist eine beeindruckende Runde auf der Nordschleife.
Ferrari 296 GTB mit Assetto-Fiorano-Paket
Aufmerksame Zuschauer haben im Video sicherlich den Schriftzug Assetto Fiorano an den Seitenschwellern dieses Ferrari 296 GTB entdeckt.
Dabei handelt es sich um ein optionales Paket mit mehreren Komponenten, die die Performance des 296 GTB auf der Rennstrecke verbessern sollen.
Zu den wichtigsten Bauteilen zählen Multimac-Stoßdämpfer, die speziell für den Einsatz auf dem Rundkurs abgestimmt sind. Hinzu kommen weitere Elemente, welche die Aerodynamik optimieren und das Gesamtgewicht des Ferrari 296 GTB senken. Dazu gehört auch die Frontstoßstange mit Carbon-Elementen, die zusätzlichen Abtrieb erzeugen.
Im Innenraum tragen ebenfalls Komponenten aus Carbon zur Gewichtsreduzierung bei. Darüber hinaus besitzt das Fahrzeug eine Heckscheibe aus Polycarbonat (Lexan), die leichter ist als das entsprechende Bauteil aus Glas.
Zusätzlich ist der Ferrari 296 GTB im Video mit Michelin Pilot Sport Cup 2 R-Reifen ausgerüstet. Diese Reifen kommen fast an Rennreifen (Semi-Slicks) heran, verfügen aber über eine Straßenzulassung.
Nicht zu vergessen ist natürlich der Hybridantrieb mit einem 3.0-V6-Biturbomotor und einem Elektromotor. Zusammen liefern sie eine maximale Systemleistung von 830 cv.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Sei der Erste!
Kommentar hinterlassen