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Dødsing: Truls Torp und Côme Girardot springen von 20 Metern von einem Eisberg in Grönland für 00NATION

Zwei Personen in Neoprenanzügen springen von einem Eisberg in eisiges Wasser bei Sonnenuntergang.

Zwei Springer stürzten sich von einem rund 20 Meter hohen Eisberg in Grönland, während Aufnahmen zum Dødsing, einer norwegischen Extremsprungsportart, entstanden. Truls Torp und Côme Girardot setzten sich eisigem Wasser, Meeresströmungen und einer instabilen Eisplattform aus. Organisiert wurde die Aktion von der norwegischen Marke 00NATION.

Was ist das von den Springern ausgeübte Dødsing?

Dødsing, auch als Death Diving bekannt, hat seinen Ursprung in Norwegen. Bei diesen Sprüngen bleibt der Körper während eines grossen Teils des Falls ausgestreckt; erst unmittelbar vor dem Eintauchen verändert der Athlet seine Haltung, um den Aufprall abzumildern.

Schon von festen Plattformen aus gilt diese Sportart als besonders riskant. Auf dem Eisberg verschärften das unbeständige Eis, die niedrige Wassertemperatur und die schwierige Kontrolle des Landebereichs die Gefahr zusätzlich.

Welche Gefahren gab es rund um den Eisberg?

Das Team musste Faktoren berücksichtigen, die in einem Schwimmbecken oder an einer Wettkampfplattform nicht vorkommen. Selbst der Absprungpunkt konnte sich verändern, wenn sich das Eis bewegte oder Stücke abbrachen.

  • Strömungen, die den Springer vom vorgesehenen Punkt wegtreiben konnten;
  • schwimmende Eisblöcke im Bereich des Wassereintritts;
  • die Möglichkeit, dass Teile des Eisbergs abbrechen;
  • kaltes Wasser und das Risiko eines Kälteschocks;
  • erschwerte Rettungsmöglichkeiten in einer abgelegenen Region.

Wer absolvierte den Sprung aus ungefähr 20 Metern Höhe?

Die Sprünge führten die Dødsing-Athleten Truls Torp und Côme Girardot aus. Girardot erklärte, er habe sich seit Jahren einen Sprung von einem Eisberg vorgestellt, weil die Kulisse aus seiner Sicht zum rauen und unberechenbaren Charakter dieser Sportart passe.

Vor dem Versuch suchte die Gruppe die Gegend nach einer Formation ab, deren Höhe und Fallzone als geeignet eingestuft wurden. Trotz dieser Vorbereitung räumte Torp ein, dass der Augenblick die Beteiligten an nahestehende Menschen und mögliche Folgen denken liess.

Sehen Sie sich nachfolgend das vollständige Video des Sprungs an:

Warum ist ein Sprung von einer Eisformation so unvorhersehbar?

Ein Eisberg verhält sich nicht wie ein festes Bauwerk. Er treibt, dreht sich, bekommt Risse und kann grosse Stücke verlieren, ohne dass Menschen auf seiner Oberfläche dies eindeutig bemerken.

  • Die für den Sprung genutzte Kante kann abbrechen;
  • Wind und Strömungen verändern die Lage des Eisbergs;
  • Der unter Wasser liegende Teil ist deutlich grösser als die sichtbare Fläche;
  • Eisstücke können die Fallzone plötzlich blockieren;
  • Das kalte Wasser beeinträchtigt die Reaktionsfähigkeit des Körpers schnell.

Der Sprung beeindruckt, sollte aber nicht nachgeahmt werden

Die Aufnahmen fallen durch die Höhe, die Landschaft Grönlands und den Kontrast zwischen den Athleten und der Eismasse auf. Das Video dokumentiert jedoch eine extreme Aktion eines spezialisierten Teams und keine sichere Aktivität für Besucher oder gewöhnliche Schwimmer.

Der Sprung vom Eisberg verdeutlicht zudem, dass natürliche Umgebungen zusätzliche Variablen mit sich bringen, die nicht vollständig beherrschbar sind. Strömungen, eiskaltes Wasser und abbrechende Eisstücke können bei jedem ähnlichen Versuch schwere Verletzungen verursachen – selbst bei Erfahrung und professioneller Vorbereitung.

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