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Marc Márquez gewinnt den MotoGP-GP von Deutschland auf dem Sachsenring

Motorradrennfahrer feiert mit erhobener Faust vor jubelnden Zuschauern auf Rennstrecke, deutsche Flagge im Hintergrund.

Der Spanier Marc Márquez (Ducati) hat am Sonntag den Grand Prix von Deutschland der MotoGP gewonnen. Beim elften von 22 Saisonläufen auf dem Sachsenring feierte er seinen dritten Sieg des Jahres und meldete sich damit im Kampf um den WM-Titel zurück.

Marc Márquez gewinnt den MotoGP-GP von Deutschland

Von der „Poleposition“ gestartet, führte Márquez das Rennen vom Start bis zur Zielflagge an. Er setzte sich mit 1,996 Sekunden Vorsprung gegen den Japaner Ai Ogura (Aprilia) durch. Der Spanier Raul Fernandez (Aprilia) komplettierte das Podium und lag 5,104 Sekunden zurück.

Jorge Martín (Aprilia), ebenfalls Spanier und Spitzenreiter der Gesamtwertung, kam auf Rang fünf. Nicht am Rennen teilnehmen konnte der Italiener Marco Bezzecchi (Aprilia), der sich bei einem Sturz am Samstag das linke Schlüsselbein verletzt hatte.

Mit diesem Erfolg erhöhte Marc Márquez seine Bilanz auf zehn MotoGP-Siege auf dem Sachsenring und 13 Siege beim Grand Prix von Deutschland. Damit stellte er zwei Bestmarken der italienischen Legende Giacomo Agostini ein: die meisten Erfolge bei ein und demselben Grand Prix sowie die meisten Siege auf einer einzelnen Strecke in der Königsklasse.

Für den Ducati-Fahrer war es zugleich der 76. MotoGP-Sieg und der 102. Triumph seiner Karriere. Zudem gelang ihm seit Einführung des neuen Formats erneut ein perfektes Wochenende mit Siegen im Sprint und im Grand Prix.

Frühe Stürze prägen das Rennen auf dem Sachsenring

Marc Márquez erwischte einen starken Start und übernahm bereits in den ersten Metern die Spitze. Hinter ihm reihten sich sein Bruder Álex Márquez (Ducati), Ai Ogura, Raul Fernández, Fabio Di Giannantonio (Ducati), Jorge Martín und Pedro Acosta (KTM) ein.

Francesco Bagnaia (Ducati) aus Italien, der von Startplatz 11 ins Rennen gegangen war, machte in der ersten Runde drei Positionen gut und schloss zur Spitzengruppe auf. Währenddessen versuchte Marc Márquez mit hohem Tempo, das Feld auseinanderzuziehen.

Mehrere Stürze bestimmten die Anfangsphase. Fabio Di Giannantonio, der bereits im morgendlichen „Warm-up“ zu Fall gekommen war, stürzte in Runde vier in Kurve 10 und schied aus. Damit blieb er in einem Hauptrennen dieser Saison erstmals ohne Punkte. Kurz darauf rutschte auch Joan Mir (Honda) in Kurve 13 weg und musste das Rennen ebenfalls aufgeben.

An der Spitze behauptete Marc Márquez zunächst seinen Vorsprung, während Álex Márquez und Raul Fernández Druck machten. In der zehnten Runde änderte sich die Ausgangslage jedoch, als Álex Márquez in Kurve 13 stürzte. Der Ducati-Pilot war nun allein in Führung und verwaltete seinen Vorsprung bis zum Ende.

Ai Ogura sichert sich Platz zwei hinter Marc Márquez

Danach kontrollierte Marc Márquez das Geschehen souverän und vergrößerte den Abstand zu seinen Verfolgern kontinuierlich. Raul Fernández lag auf dem zweiten Platz, Ai Ogura fuhr dahinter auf Rang drei. Der Japaner steigerte, wie gewohnt, in der Schlussphase sein Tempo und überholte den Spanier in der 25. Runde, um sich den zweiten Platz zu sichern.

Hinter dem Podium wurde Pedro Acosta Vierter. Jorge Martín verteidigte Rang fünf vor Bagnaia, der das Rennen als Sechster beendete.

Trotz seines fünften Platzes führt Jorge Martín die WM-Wertung weiterhin mit 208 Punkten an. Ai Ogura ist mit 194 Punkten Zweiter, während Marc Márquez mit 190 Punkten auf den dritten Rang kletterte und seine Titelambitionen vor der Sommerpause untermauerte.

Vor dem Rennen bestätigte Aprilia, dass Marco Bezzecchi in Italien erfolgreich wegen eines verschobenen Bruchs des linken Schlüsselbeins operiert worden war. Die Verletzung hatte er bei einem schweren Sturz im Qualifying am Samstag erlitten. Das Team erklärte, es sei noch „zu früh“, einen Zeitraum für die Genesung festzulegen. Der Italiener, der bereits die WM angeführt hatte, fiel mit 186 Punkten auf Platz vier zurück.

Der nächste Lauf ist der Grand Prix von Großbritannien vom 7. bis 9. August.

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