Célia Magalhães ist das erste weibliche Mitglied im Vorstand des Vereins aus dem Minho. Als Vizepräsidentin unterstützt sie Vitória Guimarães bereits seit ihrer Kindheit: Mit acht Jahren half sie, Fanbanner für die Spiele anzufertigen.
Célia Magalhães: Erste Vizepräsidentin von Vitória Guimarães
Die 52-jährige Célia Magalhães hat in der fast 104-jährigen Geschichte von Vitória Guimarães ein Kapitel aufgeschlagen: Als erste Frau gehört sie dem Vorstand des Vereins aus dem Minho an und bekleidet das Amt der Vizepräsidentin. Beruflich ist sie im Personalwesen tätig und möchte das Vertrauen des Präsidenten sowie der Anhängerschaft eines Klubs rechtfertigen, der von Leidenschaft und hohen Ansprüchen geprägt ist.
Magalhães stammt aus Candoso São Martinho und zog bereits im Alter von fünf Jahren ins Stadtzentrum. Dort entwickelte sich ihre Begeisterung für Vitória rasch. Im Viertel Senhora da Conceição, nur eine Minute vom Estádio D. Afonso Henriques entfernt, lernte sie früh, was Liebe zu Vitória bedeutet, und verinnerlichte schon als Kind diese Verbundenheit mit dem Wappen des Königs. Trotz der Schwierigkeiten eines problematischen Viertels hielt der Verein sie stets auf dem richtigen Weg. Mit acht Jahren wirkte sie bereits an Bannern mit, die die Mannschaft aus dem Minho bei Fußballspielen unterstützen sollten. Sie hat neun Geschwister; alle schlossen die Sekundarstufe ab, wie es ihre Eltern verlangten.
Leidenschaft für Vitória Guimarães und soziales Engagement
Menschen aus ihrem Umfeld sparen nicht mit Lob. „Célia hat ein natürliches, sanftes Lächeln und eine Freundlichkeit, die offenbar in ihrer DNA liegt. Fehler mag sie allerdings nicht. Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit und Loyalität schätzt sie sehr“, verriet ein enger Freund der Zeitung JN.
Die Mutter des 26-jährigen Alexandre, der am selben Tag wie seine Mutter Geburtstag hat, und der erst sieben Jahre alten Maria begeistert sich auch für Basketball. Diese Leidenschaft verdankt sie ihrem Sohn, der den Sport erst nach einer Ellenbogenverletzung aufgab. „Fußball hat ihn nie interessiert, und wenn ich ihn ins Stadion mitnahm, schlief er während der Spiele ein. Mein Vorteil war, dass ich nur wenige Meter vom D. Afonso Henriques entfernt wohnte und ihn in der Halbzeit bei meiner Mutter ließ“, erzählte sie.
Als Frau mit vielen Leidenschaften gilt sie in ihrem Bekanntenkreis als „Bücher verschlingende“ Person und engagiert sich für „soziale Anliegen“. Sie absolvierte ein Studium in Management und Rechnungswesen und arbeitet inzwischen im Personalbereich von Vitória, denn anderen helfen zu wollen gehört ebenfalls zu ihrem Wesen. „Manchmal steht sie um fünf Uhr morgens auf, um Anrufe und Nachrichten zu beantworten, die sie tagsüber nicht erwidern kann“, berichtete ein Freund.
Verantwortung als erste Frau im Vorstand
Als erstes weibliches Vorstandsmitglied in der Vereinsgeschichte weiß Célia Magalhães, welche Aufgabe vor ihr liegt. „Ich empfinde eine größere Verantwortung, weil ich eine Frau bin, doch ich habe viel Zuneigung und Unterstützung erhalten. Wer mich kennt, weiß aber, dass ich dieser Herausforderung gerecht werden werde, denn ich bin sehr perfektionistisch. Ich habe mich zu Loyalität gegenüber Vitória, aber auch gegenüber dem Präsidenten verpflichtet. Rui Rodrigues habe ich beruflich kennengelernt, weil sich unsere Tätigkeitsbereiche in diesem Zusammenhang überschnitten. Ich möchte seinem Vertrauen gerecht werden, denn er ist loyal, arbeitsam und sehr transparent.“
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