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WM 2026: Messi, Mbappé, Rodri, Haaland, Kane und Bouaddi im Fokus

Sechs Fußballspieler verschiedener Nationalmannschaften laufen nebeneinander auf dem Spielfeld vor einer großen Weltcup-Troph

Bei einer Weltmeisterschaft mit dem höchsten Toreschnitt der vergangenen 56 Jahre – 2,92 pro Spiel, so viele wie seit der Ausgabe 1970 nicht mehr – war es nur folgerichtig, dass vor allem die Torjäger die großen Geschichten des Turniers prägten.

Messi und Mbappé übertrafen in dieser Ausgabe sogar Miroslav Kloses Bestmarke von 16 Toren bei WM-Endrunden. Der Argentinier erzielte acht Treffer und kommt damit nach sechs Teilnahmen, seit seinem Debüt bei Deutschland 2006 im Alter von 18 Jahren, auf 21 WM-Tore. Doch auch Mittelfeldspieler setzten mit herausragenden Leistungen Akzente: Rodri brachte die von Mbappé angeführte französische Maschinerie zum Stocken, obwohl wenig darauf hindeutete. Haaland und Kane festigten ihren Ruf als Torjäger, während Bouaddi als nächstes Juwel des internationalen Fußballs aufsteigt.

Argentinien: Messi

Messi hinterlässt bei dieser Weltmeisterschaft erneut tiefe Spuren und ist ein wesentlicher Grund dafür, dass Argentinien zum zweiten Mal in Folge das Finale erreicht hat. Gegen England zeigte er möglicherweise eine seiner besten Leistungen dieses Turniers: Mit seinen dritten und vierten Vorlagen der Kampagne bereitete er die Treffer von Enzo Fernández und Lautaro Martínez vor. Damit gelang die spektakuläre Wende und der Einzug in ein erstmals ausgetragenes Finale gegen Spanien. Zwar traf Messi selbst nicht, doch seine Bilanz von inzwischen 14 WM-Assists verdeutlicht, welchen Einfluss er auf diesem Niveau weiterhin besitzt.

Spanien: Rodri

Der Ballon-d’Or-Gewinner von 2024 war einer der Hauptverantwortlichen für Frankreichs Ausscheiden im WM-Halbfinale. Rodri entschied im Mittelfeld 11 Duelle für sich und lieferte im Team von Luis De La Fuente eine Gala ab. Er agierte als echter Sechser, eroberte Bälle und verteilte sie, verdichtete zugleich die Räume und setzte den Gegner unter Druck. Für diese Mannschaft ist er unverzichtbar: Rodri ist wieder auf seinem besten Niveau und prägt die Arbeit vor Spaniens Defensive entscheidend. Diese organisiert sich außergewöhnlich gut und kassierte im gesamten Wettbewerb lediglich ein Tor.

Frankreich: Mbappé

Im Halbfinale, das Frankreich gegen Spanien mit 0-2 aus der Weltmeisterschaft warf, blieb Mbappé ohne Treffer. Dennoch geht er mit acht Toren und drei Vorlagen als einer der besten Stürmer dieser Ausgabe in die Geschichte ein. Der 27-jährige Angreifer von Real Madrid beendet das Turnier als französischer Spieler mit den meisten Einsätzen in der Historie des Wettbewerbs: In den drei jüngsten Endrunden bestritt er 21 Partien und erzielte bei Weltmeisterschaften 20 Tore. Damit liegt er nur einen Treffer hinter Messi, den er künftig noch überholen und so einen neuen Rekord aufstellen kann.

Norwegen: Haaland

Diese Weltmeisterschaft unterstrich Haalands Bedeutung als einen der großen Namen der Gegenwart und als Schlüsselfigur der norwegischen Nationalmannschaft. Ausgerechnet in der Begegnung gegen England, in der der Stürmer von Manchester City torlos blieb, bezahlte Norwegen dies mit dem Aus im Turnier. Bis dahin hatte er in Nations League, WM-Qualifikation und dieser Endrunde jedoch 30 Tore in 20 Pflichtspielen erzielt. Mit einem Doppelpack gegen Brasilien war er entscheidend, kam insgesamt auf sieben Treffer und stärkte mit 25 Jahren seinen Status als bester Stürmer der norwegischen Geschichte: 60 Tore in 53 Spielen.

England: Kane

Der englische Stürmer spielte eine starke Weltmeisterschaft und verbuchte sechs Tore sowie eine Vorlage. Gegen Argentinien ließ Kane sich zurückfallen, um den Spielzug zum Treffer von Anthony Gordon einzuleiten und England in Führung zu bringen. Nach dem Halbfinale, das das Ausscheiden der englischen Auswahl besiegelte, stand Tuchel bei einem Angreifer in der Schuld, der bei vermutlich seiner letzten Weltmeisterschaft im Alter von 32 Jahren mehr verdient gehabt hätte. Ungeachtet dessen verlässt Harry Kane das Turnier mit einem weiter gefestigten Image als Torjäger und Spieler für die entscheidenden Momente.

Marokko: Bouaddi

Ayyoub Bouaddi machte bei der Weltmeisterschaft auf sich aufmerksam, als er im Viertelfinale gegen Frankreich mit 18 Jahren und 280 Tagen zum zweitjüngsten Spieler aller Zeiten in dieser Runde wurde. Nur Pelé war 1958 jünger gewesen, als er mit 17 Jahren und 239 Tagen gegen Wales spielte. Bouaddi, der aus der Nachwuchsabteilung von Lille stammt, zählt zu den aussichtsreichsten Kandidaten auf die Auszeichnung als bester junger Spieler dieses Turniers. Ihm werden eine überdurchschnittliche Reife im Mittelfeld und Fähigkeiten zugeschrieben, die ihn zu einem der vielversprechendsten Spieler der Gegenwart machen. City wurde bereits als möglicher Zielverein für 100 Millionen Euro genannt.

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