Mit gerade einmal 25 Jahren hat Rokas Baciuška bereits erreicht, wofür die meisten Offroad-Rennfahrer ein ganzes Leben lang kämpfen. Er ist der bislang jüngste Litauer am Start der Rallye Dakar, der erste Fahrer in der FIA-Geschichte mit Weltmeistertiteln in zwei unterschiedlichen Kategorien und eines der aufregendsten Talente des Sports.
Seine Rennsportgeschichte begann auf Litauens – vermutlich ziemlich kalten – Kartstrecken, wo er im Alter von sieben Jahren erstmals einen Nomex-Anzug trug. Erwartungsgemäß gehörte er zu den schnellsten Kindern im Starterfeld und wurde 2010 nationaler Meister. Anschließend tauschte er Asphalt gegen Schotter, entdeckte Rallycross und fand schließlich zum Offroad-Rallye-Raid.
Heute stößt er mit einem Lebenslauf zu Defender Rally, der nach einem Fahrer mit doppelt so vielen Jahren klingt, und mit der Einstellung eines Menschen, der gerade erst loslegt. Schnell, furchtlos und konstant: Er ist nicht der Typ Fahrer, der nur dem Horizont hinterherjagt – er holt ihn ein und nimmt ihn auseinander.
Rokas Baciuška: Von Dakar-Podien zu Defender Rally
Sein Dakar-Debüt gab Rokas 2022 und erreichte in der Klasse T4 den dritten Platz – dabei handelt es sich um leistungsstarke Side-by-Side-Buggys. Im selben Jahr gewann er die World Rally-Raid Championship, nachdem er vier Podestplätze sowie einen viel beachteten Sieg bei der Rallye du Maroc eingefahren hatte. Ein Jahr später verbesserte er sich bei der Dakar auf Rang zwei in T4. Für 2024 wechselte er anschließend in die schnellere Klasse T3, mit noch leistungsstärkeren Buggys, und wurde Dritter.
Es war also ein unaufhaltsamer Aufstieg, getragen von Instinkt und jener Gelassenheit, die nur entsteht, wenn man Tausende Kilometer über Landschaften jagt, die nie eine Asphaltdecke gesehen haben. Nun bereitet er sich darauf vor, die Dakar 2026 im Defender Dakar D7X R zu bestreiten, und kann es kaum erwarten, loszulegen.
„Ich freue mich außerordentlich darauf, mein Debüt in der Serienklasse der Rallye Dakar zu geben, das durch den Start für Defender noch bedeutender wird“, sagt er. „Defender ist eine Marke, die dafür steht, unaufhaltsam zu sein und das Unmögliche anzunehmen. Deshalb bin ich so stolz, Teil dieses Programms zu sein.“
An seiner Seite sitzt der 32-jährige Oriol Vidal, der in Spanien geborene Beifahrer – ebenfalls ein Wüstenkämpfer. Er begann in der wilden Welt des Quad-Rennsports, wechselte später zum Rallye-Raid und feierte 2017 sein Dakar-Debüt. Gemeinsam holte das Duo 2023 und 2024 in diesen Buggys zwei Weltmeistertitel in Folge – eine Partnerschaft, die von Vertrauen und gemeinsamer Entschlossenheit lebte.
Defender Dakar 2026: Geschwindigkeit und Navigation
Jetzt bündeln beide erneut ihre Kräfte im Defender und richten ihren Blick kompromisslos auf den Sieg bei der härtesten Motorsportveranstaltung der Welt. Denn bei der Dakar ist das Fahren selbst nur die halbe Geschichte. Navigation ist genauso wichtig. Schon ein Fehler von zwei Grad kann einen viele Kilometer vom Kurs abbringen, und keine freundlich klingende Navi-Stimme fordert dazu auf, bei Gelegenheit zu wenden. Hier kommt Vidal ins Spiel: als menschlicher Kompass, der den Defender in die richtige Richtung lenkt, selbst wenn die Welt draußen wie der Mars aussieht.
Und das Rennen? Zwei erbarmungslose Wochen, 8.000 Kilometer, 50 °C Hitze und Terrain, das Reifen ebenso zusetzt wie der Geduld. Die Dakar zu beenden, ist bereits eine Leistung. Sie zu gewinnen? Das ist die direkte Eintrittskarte zur Unsterblichkeit im Motorsport – und zu einem Leben lang Freibier in der Kneipe. Mit Rokas’ unverfälschter Geschwindigkeit, Oriols unerschütterlicher Ruhe und dem technischen Fundament von Defender sollte besser schon jemand anfangen, die Pints zu zapfen.
Wie Ian James, Teamchef von Defender Rally und Geschäftsführer von JLR Motorsport, sagt: „Rokas Baciuška ist eines der spannendsten Rallyetalente seiner Generation. Mit mehreren Weltmeistertiteln und Dakar-Podestplätzen hat er das Können, die Entschlossenheit und die Konstanz bewiesen, die für Erfolg auf höchstem Niveau nötig sind. Wir freuen uns sehr, ihn und Oriol willkommen zu heißen“.
Mit anderen Worten: Sie sind hier, um ein Zeichen zu setzen – und vielleicht, nur vielleicht, dabei Geschichte zu schreiben.
Defender OCTA | Meister extremer Leistung, überall
Kommentare
Noch keine Kommentare. Sei der Erste!
Kommentar hinterlassen