Zum Inhalt springen

Weltmeisterschaft: Diogo Costa, Schjelderup und Maxi Araújo im Fokus

Torwart im grünen Trikot springt nach oben, um einen Fußball vor dem Tor zu fangen, Spieler und Zuschauer im Hintergrund.

Der Torhüter des F. C. Porto sowie die Spieler von Benfica und Sporting zeigten von den 33 Nationalspielern, die die portugiesische Liga zum Turnier stellte, die stärksten Leistungen.

Diogo Costa als Portugals „Mauer“ bei der Weltmeisterschaft

Für einige Spieler hinterließ die Weltmeisterschaft positive Spuren, auch wenn die Mannschaftsleistungen nicht immer erfolgreich waren – allen voran Diogo Costa. Der Torhüter kehrte mit großem Ansehen nach Portugal zurück und bestätigte in einem Wettbewerb, der ihn stärker als je zuvor forderte, all seine Qualitäten. Bereits in der Gruppenphase wurde er beim Unentschieden gegen Kolumbien zum Mann des Spiels gewählt, nachdem er sechs entscheidende Paraden gezeigt hatte. Der Keeper des F. C. Porto entwickelte sich zu einer der tragenden Säulen der von Roberto Martínez geführten Auswahl und machte seinem Beinamen „Mauer“ mit zahlreichen herausragenden Aktionen, die viel Aufmerksamkeit auf sich zogen, alle Ehre.

Gegen Kroatien bewahrte er Portugal mit fünf Paraden und entscheidenden Szenen vor dem Ausscheiden und sicherte den Einzug ins Achtelfinale. Auch gegen Spanien verhinderte er mehrfach den Treffer des Gegners und gehörte erneut zu den besten, wenn nicht sogar zum besten Spieler der Mannschaft mit dem Wappen der Quinas. Statistisch schaffte es Diogo Costa mit 20 Paraden unter die drei Torhüter mit den meisten Rettungsaktionen im Turnier und übertraf damit den sensationellen Vozinha aus Kap Verde. Unterm Strich zählte er zu den wenigen Akteuren der portugiesischen Nationalmannschaft, deren Marktwert gestiegen sein dürfte. Nun bleibt abzuwarten, ob sich dies trotz seiner Ausstiegsklausel von 60 Millionen Euro auch auf dem Transfermarkt bemerkbar macht.

Schjelderup und Maxi Araújo überzeugen für Benfica und Sporting

Schjelderup, der erst kürzlich aus dem Wettbewerb ausgeschieden ist, verabschiedete sich gegen England mit einem Traumtor, das das Stadion von den Sitzen riss. Aus schwierigem Winkel jagte er den Ball unhaltbar für Pickford ins Netz, doch Norwegens Ausscheiden im Viertelfinale konnte er damit nicht verhindern. Für den Benfica-Stürmer hätte die Weltmeisterschaft kaum besser verlaufen können: Beim 1-2-Sieg der Nordeuropäer gegen Brasilien bereitete er beide entscheidenden Treffer vor. Schon in der Gruppenphase war ihm gegen Frankreich, trotz der deutlichen 1-4-Niederlage, eine Vorlage gelungen. Während sein Vertrag verlängert werden soll, wäre es keine Überraschung, wenn sein starker WM-Auftritt einen europäischen „Hai“ auf ihn aufmerksam macht.

Auch Maxi Araújo stand im Blickpunkt, obwohl Uruguay im Turnier einen enttäuschenden Verlauf erlebte. Der Spieler der Löwen stand in allen drei Gruppenspielen in der Startelf und zeigte erneut den für ihn typischen Einsatz. Damit gelang es ihm, gegen Saudi-Arabien und Kap Verde zu treffen; gegen Kap Verde steuerte er zudem eine Vorlage bei. Mit zwei Toren und einem entscheidenden Pass stellte Maxi eine uruguayische Bestmarke aus dem Jahr 1954 (72 Jahre) ein, als sein Landsmann Julio Abbadie einen Doppelpack erzielt hatte. Seine beiden Treffer ermöglichten es dem Sporting-Spieler außerdem, mit Yazalde (1974) und Slimani (2014) gleichzuziehen – den einzigen Löwen, die bei einer Weltmeisterschaft zwei Tore erzielten. Auch in diesem Fall könnte der Transfermarkt die Auswirkungen seiner Leistungen bei diesem Turnier widerspiegeln.

Kommentare

Noch keine Kommentare. Sei der Erste!

Kommentar hinterlassen