Wenn von einem neuen Red Bull die Rede ist, denken viele sofort an die Formel-1-Weltmeisterschaft. Umso mehr jetzt, kurz bevor der neue Einsitzer vorgestellt wird, den Max Verstappen und Sergio Perez in diesem Jahr fahren werden.
Doch dieser neue Red Bull ist kein Formel-1-Monoposto. Der RB17 wird der erste Hypercar sein, das vollständig von Red Bull entwickelt wurde, und nun werden die ersten Details bekannt.
Die jüngsten Neuigkeiten zum Fortschritt dieses so „ungewöhnlichen“ Projekts stammen von Adrian Newey selbst, dem Technischen Direktor von Red Bull, im Podcast Talking Bull:
Was Newey über den Red Bull RB17 verrät
Adrian Newey hat bereits einiges über das kommende Hypercar preisgegeben. Zunächst einmal: Es wird keine Straßenzulassung erhalten, sondern ausschließlich für den Einsatz auf Rennstrecken bestimmt sein.
Red Bull RB17 mit V10 und Elektromotor
Der für den RB17 gewählte Motor verspricht außergewöhnlich zu werden: ein Saug-V10 mit rund 1000 PS, der bis zu spektakulären 15.000 U/min drehen soll (!).
Zum V10 gesellt sich ein Elektromotor mit 200 PS. Dessen Aufgabe beschränkt sich jedoch nicht darauf, den vorgesehenen weniger als 900 kg (!) schweren RB17 anzutreiben. Er soll zudem sanftere Gangwechsel ermöglichen, Manöver bei niedrigen Geschwindigkeiten erleichtern und den Rückwärtsgang gewährleisten.
Aerodynamik und aktive Aufhängung des RB17
Wie bei einem Fahrzeug mit Neweys Handschrift zu erwarten war – ähnlich wie beim Aston Martin Valkyrie –, spielt die Aerodynamik eine zentrale Rolle. Laut Newey soll der RB17 bei 241 km/h (150 mph) maximal 1700 kg Abtrieb erzeugen können. Bereits bei 193 km/h (120 mph) soll das Hypercar sein eigenes Gewicht als Downforce produzieren.
Um mit dieser enormen Abtriebskraft umzugehen, die eine außergewöhnliche Effizienz auf der Rennstrecke ermöglichen soll – Newey verspricht Rundenzeiten auf Formel-1-Niveau oder sogar besser –, musste sich das Entwicklungsteam für ein aktives Aufhängungssystem entscheiden. Die Reifen, die dieser extremen Belastung standhalten müssen, werden von Michelin entwickelt.
Nicht zuletzt soll der RB17 trotz seiner ausschließlichen Auslegung als Track Car mehr Platz für seine beiden Insassen bieten als der Valkyrie, insbesondere im Beinbereich.
Wann kommt der Red Bull RB17?
In diesem Sommer wird ein Modell des Red Bull RB17 im Maßstab 1:1 gezeigt, das einen Blick auf die endgültigen Linien des Hypercars ermöglicht. Einige Bauteile des Hypercars werden von denselben Zulieferern stammen, die auch die Formel-1-Monopostos beliefern. Komponenten für die dynamischen Tests des Prototyps im Jahr 2025 befinden sich bereits in Produktion.
Sein offizielles Renndebüt könnte am Wochenende des Österreich-GP 2025 stattfinden. Die Fertigung der vorgesehenen 50 Exemplare soll jedoch erst 2026 beginnen.
Bis dahin dürften sämtliche Fahrzeuge trotz eines Preises von rund fünf Millionen Pfund pro Stück – umgerechnet zum aktuellen Wechselkurs etwa 5,86 Millionen Euro vor Steuern – bereits ihren neuen Besitzern zugeteilt sein.
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