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Honda e-Drag und Honda K-Climb: Radikale Diät für mehr Performance

Zwei weiße Rennfahrzeuge, ein Formel-Rennwagen und ein Sportwagen, in moderner Ausstellungshalle.

Der Honda e-Drag und der Honda K-Climb, die beide auf dem Tokyo Auto Salon vorgestellt wurden, dessen Ausgabe in diesem Jahr virtuell stattfindet, sollen zeigen, wie stark eine radikale Diät die Performance verbessern kann – ganz ohne Leistungssteigerung.

Genau eine solche Diät hätte der Honda „e“ dringend nötig. Obwohl seine Abmessungen eher denen eines typischen Kleinwagens entsprechen, bringt der Honda „e“ mehr als 1.500 kg auf die Waage – ein offensichtlich sehr hoher Wert. Dieses Problem betrifft jedoch nicht allein Hondas kleinen Stromer, sondern Elektroautos generell.

Honda e-Drag: Gewichtsverlust für bessere Beschleunigung

Warum sind sie derart schwer? Die Antwort lautet natürlich: die Batterie. Gegenüber einem vergleichbaren Fahrzeug mit Verbrennungsmotor kommen dadurch mehrere hundert Kilogramm hinzu, was sich auf alles auswirkt – von der Fahrleistung bis zur Effizienz.

Hier kommt der Honda e-Drag ins Spiel. Stellt man sich vor, mit einem Honda „e“ bei einem Beschleunigungsrennen anzutreten, wäre er mit lediglich 154 PS – allerdings sofort anliegenden 315 Nm Drehmoment – und mehr als eineinhalb Tonnen Gewicht kaum der ideale Kandidat, um die 402 m möglichst schnell zurückzulegen.

Die naheliegende Massnahme, um seine bescheidene Performance zu verbessern, besteht daher darin, möglichst viel Ballast loszuwerden.

Genau das hat Honda getan, um aus dem „e“ den e-Drag zu machen. Der Innenraum wurde vollständig ausgeräumt und mit zwei Kirkey-Rennschalensitzen sowie einem Überrollkäfig versehen. Aussen besteht das Dach nun aus Carbon; auch wenn der Rest des Prototyps dies bislang noch nicht erkennen lässt, soll Kohlefaser künftig weitere Karosserieteile ersetzen. Dazu zählt ein einteiliges Vorderteil, das Motorhaube, Stossfänger und Kotflügel vereint.

Passend zum leichteren Gesamtpaket erhielt der Honda e-Drag spezielle Radialreifen für Drag Racing. Die 17-Zoll-Felgen stammen aus der ersten Generation des Honda NSX, genauer gesagt vom besonders exklusiven NSX-R (NA2).

Da das Projekt noch nicht abgeschlossen ist, nennt Honda bislang keine Werte zu den bereits erzielten Verbesserungen. Dennoch sind die Ergebnisse interessant: Einige gehen davon aus, dass er die 5,8 s von 0 auf 100 km/h des wesentlich stärkeren Honda Civic Type R erreichen könnte – eine Verbesserung um 2,5 s gegenüber den 8,3 s des Honda „e“ Advance.

Honda K-Climb, der „mini-terror“ für Bergrennen

Bei den Leistungsdaten fällt der Honda K-Climb deutlich bescheidener aus als der e-Drag. Er basiert auf dem Kei-Car N-One der Marke, bei dem die gesetzlich begrenzten 64 PS umso mehr von jedem eingesparten Kilogramm profitieren. Wie beim e-Drag setzt auch der K-Climb für seine Gewichtsdiät grosszügig auf Carbon: Kühlergrill, Motorhaube und Stossfänger bestehen aus diesem Material.

Fahrwerk und Aerodynamik des Honda K-Climb

Da er für Bergrennen auf stark kurvigen Strassen entwickelt wurde, liegt ein klarer Schwerpunkt auf dem Fahrwerk, um seine Kurvenfähigkeiten zu maximieren. Verbaut sind ein einstellbares KS Hipermax Max IV SP-Fahrwerk sowie griffigere Yokohama-Advan-Reifen auf 15-Zoll-Felgen – vermutlich wird kein Kei-Car zuvor so um die Kurven gefahren sein.

Auffällig sind zudem der mittige HKS-Endrohrauslass und der Überrollkäfig, die die ernsthaften Ambitionen des K-Climb als „mini-terror“ bei Bergrennen unterstreichen. Honda betont ausserdem, dass die Aerodynamik nicht vernachlässigt wurde: Vor allem bei Grösse und Gestaltung des Heckspoilers sind beim finalen Prototypen weitere Entwicklungen zu erwarten.

Sowohl der Honda e-Drag als auch der K-Climb befinden sich noch in der Entwicklung. Sobald beide Modelle fertiggestellt sind, ermöglicht die japanische Marke die Abstimmung über ihre jeweilige finale Lackierung. Auf der beiden Projekten gewidmeten Seite – sie ist auf Japanisch – kann für das bevorzugte Design abgestimmt werden.

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