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Stéphane Peterhansel startet mit Defender Rally bei der Dakar 2026

Porträt eines älteren Mannes im Rennanzug mit Schriftzug "DEFENDER" vor blauem Himmel.

Offiziell trägt er den Namen Monsieur Stéphane Peterhansel, in der Rallye-Raid-Szene kennt man ihn jedoch schlicht als „Mr Dakar“. Niemand ist bei der härtesten Wüstenrallye der Welt erfolgreicher ausgezeichnet als der 14-fache Dakar-Champion. Seit Ende der 1980er-Jahre beherrscht er die Dünen auf zwei wie auf vier Rädern: Sechsmal gewann er die Dakar auf dem Motorrad, achtmal im Auto. Bei seinen 35 Starts wurde er zudem dreimal Zweiter und zweimal Dritter. Damit stand er bei mehr als der Hälfte aller Dakar-Rallyes, an denen er teilnahm, auf dem Podium – ergänzt um 83 Etappensiege. Was für eine Bilanz.

Doch ans Aufhören denkt er keineswegs: Bei der Dakar 2026 startet er für Defender Rally, gemeinsam mit seinem Beifahrer Mika Metge. Auch Metge ist ein erfahrener Dakar-Pilot und erzielte auf dem Motorrad mehrere Platzierungen in den Top Ten. Die beiden Franzosen bilden ein enorm starkes Team aus fahrerischer Spitzenklasse und fundiertem Wüstenwissen. Für Defender ist die Dakar 2026 zwar der erste Auftritt, doch mit so viel Erfahrung an der Spitze des Fahreraufgebots tritt die Marke bestens vorbereitet an.

Stéphane Peterhansel und Defender Rally bei der Dakar 2026

„Ich freue mich sehr darauf, mit Defender ein neues Kapitel zu beginnen“, sagt der 60-jährige Peterhansel. „Die World Rally-Raid Championship ist der Höhepunkt des Rallye- und Offroad-Wettbewerbs, und Defender ist ein ikonischer sowie leistungsfähiger 4x4 – für mich ist das daher die perfekte Kombination.“ Ganz im Stil von Mr Dakar setzt er sich dabei ein ehrgeiziges Ziel: „Gemeinsam“, sagt er, „hoffe ich, dass wir Defender auf die oberste Stufe des Podiums bringen können.“

Wie behält man bei der heißesten Rallye der Welt einen kühlen Kopf? Peterhansel fährt nicht einfach nur – er analysiert die Wüste. Jeden Kamm, jede Düne und jede unübersichtliche Kurve berechnet er gedanklich mehrere Züge voraus. Übermenschliche Reaktionen sind zweifellos entscheidend, doch zusammen mit Planung und Geduld entsteht daraus das ideale Rezept für das Fahren in der Wüste. Diese Rallye bestraft impulsives Handeln und belohnt Intelligenz. Hier ist der rote Nebel der Gegner – neben Sandstürmen, Sturzfluten und Erschöpfung. „Wer diese Rallye angeht, sollte nicht verrückt sein“, sagt er. „Sonst schafft man es nicht.“

Mika Metge: Navigation und Wüstenstrategie

An seiner Seite übernimmt der ebenso abgeklärte Metge Navigation, Strategie und die Weitergabe seines Wüstenwissens. Nachdem er die Dakar auf zwei Rädern gemeistert hatte, spürte er über Jahre im Sattel jede Unebenheit, jeden Stoß und jede Düne. Erst eine Knieverletzung zwang ihn zum Wechsel auf vier Räder und auf den Beifahrersitz. Strecke und Terrain hat er praktisch im Kopf gespeichert; er wird deshalb weit mehr sein als nur Augen und Ohren und stattdessen mit Peterhansel als Einheit arbeiten.

„An der Seite von Stéphane zu fahren, ist ein echter Höhepunkt meiner Karriere“, sagt Metge. „Dass eine Ikone wie Defender an der Dakar Rally teilnimmt, ist ein monumentaler Moment für den Offroad-Rennsport, und ich kann es kaum erwarten, zurückzukehren und meinen Eindruck zu hinterlassen. Und es gibt niemanden Besseren, mit dem man fahren könnte, als die Dakar-Legende selbst!“

Stock Category und der Defender Dakar D7X-R Prototyp

Trotz ihrer umfassenden Erfahrung warten auf das Duo neue Aufgaben. Sie treten in der Stock Category an, einer der härtesten und am dichtesten umkämpften Klassen. Anders gesagt: In dieser Klasse zählt das Können des Fahrers stärker als reine Leistung. Deshalb hat sich Peterhansel bei Tests in Marokko bereits mit seinem neuen Fahrzeug vertraut gemacht.

„Es war großartig, zum ersten Mal am Steuer des Defender Dakar D7X-R Prototyps zu sitzen“, sagt er. „Obwohl ich bereits viele Dakar-Rallyes bestritten habe, sowohl auf dem Motorrad als auch im Auto, freue ich mich darauf, in der Stock Category anzutreten, und bin gespannt darauf, mich dieser Herausforderung mit diesem Team zu stellen.“

Die Dakar könnte dabei erst der Beginn einer langen und erfolgreichen Partnerschaft sein. Nach seinem Wüstendebüt wird Defender 2026 auch die übrigen Läufe der FIA World Rally-Raid Championship bestreiten – und den beiden französischen Allstars reichlich Zeit geben, das ultimative siegreiche Bündnis zu formen.

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4 Minuten 54 Sekunden

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