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Stéphane Peterhansel führt Defender zu Dakar-Stock-Sieg auf Etappe 3

Geländewagen fährt im Wüstenoffroad mit Staubwolke durch felsige Landschaft und Sanddünen.

Sie nennen ihn nicht ohne Grund „Mr Dakar“. Stéphane Peterhansel, der erfolgreichste Teilnehmer in der Geschichte der Dakar-Rallye, erschließt weiterhin neues Terrain. Am Dienstag sicherte er sich seinen allerersten Etappensieg in der Stock-Klasse und führte damit den nächsten kompletten Defender-Podiumserfolg an. Dabei wehrte er einen späten Angriff seines Teamkollegen Rokas Baciuška ab und baute die Siegesserie des Teams im Jahr 2026 aus.

Defender dominiert Etappe 3 der Dakar 2026 in AlUla

Die unwirklich wirkenden Schluchten von AlUla bildeten die Kulisse für Etappe 3. Dieser postkartenreife Landstrich Saudi-Arabiens zählt inzwischen zu den festen Favoriten der Dakar, allerdings weder wegen seiner Schönheit noch weil er Nachsicht kennt. Vielmehr ist er eine echte Navigationsprüfung. Die schnelle, 422 Kilometer lange Wertungsstrecke führte ostwärts über sandige Wege und Schotter bis in raues, felsigeres Gelände. Während die Route zwischen Hochebenen und langen Abfahrten wechselte, versuchte der vorherrschende Wind, die ersten Spuren auf dem Untergrund zu verwischen – eine zusätzliche Herausforderung für die Beifahrer bei der Ansage der Richtung.

Nach ihren Siegen im Prolog der Stock-Kategorie und auf Etappe 2 war Sara Price auf den ersten 41 Kilometern die schnellste Defender-Pilotin. Sie lag eine Minute vor Peterhansel, ehe sie wegen eines platten Reifens Tempo herausnehmen musste. Offenbar war in seinem Trophäenschrank noch Platz: Der 14-malige Dakar-Sieger Peterhansel übernahm auf den folgenden 70 Kilometern die Führung. Der französische Spitzenfahrer und sein Beifahrer Michaël Metge setzten sich trotz der Verfolger im Team weiter ab und bauten ihren Vorsprung auf mehr als fünf Minuten aus.

Anschließend begann Baciuška, der die Auftaktetappe gewonnen hatte, den Rückstand aufzuholen, während Peterhansel zwei Reifenschäden erlitt. Gegen Ende des letzten Streckendrittels war der Abstand auf etwa eine Minute geschrumpft. Der Litauer setzte nach, musste dann jedoch selbst einen Plattfuß hinnehmen. Weil sich ein Rad hartnäckig nicht abnehmen ließ, griff Beifahrer Oriol Vidal zum Werkzeug und wechselte den Reifen am Streckenrand. Letztlich verteidigte Peterhansel die Spitze und feierte seinen ersten Sieg in der Stock-Klasse für seriennahen Fahrzeuge – der Defender Dakar D7X-R besitzt denselben 4,4-Liter-Twin-Turbo-V8 wie der Defender OCTA sowie ein Getriebe, Antriebsstränge, Karosserie und Fahrwerk in Produktionsspezifikation.

Dank starker Navigation absolvierte Peterhansel die Strecke in knapp unter fünf Stunden. Der 60-jährige Ausnahmekönner trug zudem dazu bei, Defenders perfekten Siegstart bei der Dakar 2026 aufrechtzuerhalten: Jedes Fahrerduo hat nun einen Etappensieg erzielt. Für das Team ist es der erste offizielle Einsatz bei diesem großen Rallye-Raid-Klassiker.

„Heute war es eine gute Etappe, wie ich finde, denn es ist unser erster Sieg in der Stock-Kategorie“, sagte Peterhansel. „Aber auch, weil sie etwas leichter zu fahren war – weniger Staub als gestern, weniger Autos zum Überholen. Während der Etappe war es übersichtlicher. Die Navigation von Michaël war perfekt. Wir hatten zwei Plattfüße, aber das passiert unter diesen Bedingungen wirklich oft … Wir beginnen, ein wenig zu verstehen, wie das Rennen und auch die Stock-Kategorie mit dem neuen Defender funktionieren. Es ist schön; eine andere Herausforderung, aber sehr interessant.“

Baciuška führt die Stock-Klasse weiter an

Trotz des Reifenwechsels lag Baciuška nur 66 Sekunden zurück. In der Gesamtwertung behaupten er und Vidal die Klassenführung mit fast 29 Minuten Vorsprung auf den bestplatzierten Toyota Land Cruiser von Ronald Basso. Peterhansel rückte unterdessen auf Rang drei vor, obwohl er eine Zeitstrafe kassierte, weil er eine Zeitkarte zu spät abgegeben hatte.

Baciuška sagte: „Die Etappe war ziemlich schnell, und der letzte Teil war steinig – wir hatten zwei Plattfüße. Wir sind auf der Etappe P2 geworden und führen [gesamt]. Einfach so weitermachen, dann sehen wir bis zum Ruhetag am Samstag. In der zweiten Woche werden wir sehen, wo wir stehen. Im Moment ist alles ziemlich OK.“

Weniger als 90 Sekunden hinter Baciuška sicherten sich Price und ihr Navigator Sean Berriman den dritten Platz. Damit komplettierten sie den zweiten Podiums-Dreifachsieg von Defender in Folge. Nachwirkungen eines früh in der Woche gebrochenen hinteren Aufhängungsarms bedeuten für das US-Duo Rang vier in der Gesamtwertung der Stock-Klasse.

Price ergänzte: „Die heutige Etappe hat viel Spaß gemacht. Viele flüssig zu fahrende Strecken, sodass wir dort draußen eine gute Zeit hatten. Wir hatten einige Rückschläge durch ein paar Plattfüße, was uns zurückgeworfen hat, aber ich bin sehr glücklich, die Etappe auf einer guten Position als Dritte für Defender beendet zu haben – wieder 1-2-3. Stéphane gewinnen zu sehen, ist ziemlich cool. Wir wechselten uns den ganzen Tag über ab, daher hat der Kampf mit unseren Teamkollegen dort draußen viel Spaß gemacht.“

Marathon Stage stellt Defender vor die nächste Dakar-Prüfung

Da die Dakar 2026 nun richtig Fahrt aufnimmt, steht als Nächstes die berüchtigt schwierige „Marathon Stage“ an. Das in diesem Jahr zurückkehrende Format fasst im Kern zwei Fahrtage zu einer einzigen, gnadenlosen Ausdauerprüfung zusammen. Auf Etappe 4 am Mittwoch starten die Fahrzeugklassen in AlUla zu einer 451 Kilometer langen Wertungsstrecke, die schnelle offene Ebenen mit technisch anspruchsvolleren, kurvigen Pässen zwischen Hügeln verbindet. Danach gibt es Militärrationen zum Abendessen – tatsächlich!

Doch genau darin liegt der Kern einer Marathon Stage: Haben Teilnehmer Probleme, sind sie auf sich allein gestellt. Die Servicecrews dürfen bei Reparaturen über Nacht im spartanischen Biwak nicht helfen. Fahrer und Navigatoren müssen daher sämtliche Defekte mit dem an Bord mitgeführten Werkzeug beheben. Es ist zu erwarten, dass jene, die unbeschadet durchkommen, ihren Teamkollegen helfen werden, ihre Fahrzeuge wieder einsatzbereit zu machen. Erst nach dem Ziel von Etappe 5 am Donnerstag darf das größere Mechanikerteam den Autos wieder volle technische Unterstützung geben. Bleiben Sie für weitere Updates dran.

Defender OCTA | Meister extremer Leistung, überall

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