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Sony AI Ace fordert die besten Tischtennisspieler heraus

Roboter und Mensch spielen Tischtennis in modernem Raum mit Computeranalyse im Hintergrund.

Der Tischtennissport zählt zu den Disziplinen, die Spielern in puncto Tempo und Reflexe besonders viel abverlangen. Für die Robotik ist er daher eine Herausforderung – und seit den ersten darauf zugeschnittenen Modellen aus den 1980er-Jahren ein idealer Härtetest. Ace, ein von Sony AI entwickelter Roboter, kann es als erster mit den besten Tischtennisspielern der Welt aufnehmen und sie mitunter sogar besiegen.

Die integrierte KI trifft extrem schnell Entscheidungen, damit der Roboterarm unmittelbar reagieren kann. In Partien gegen Profis nach den Regeln des Internationalen Tischtennis-Verbands hat Ace seine Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Von den fünf Begegnungen, an denen er teilnahm, gewann er drei. Für einen Roboter ist das eine bislang einzigartige Leistung.

Sony AI Ace im Tischtennis gegen Profispieler

Ein Roboter, der beim Pingpong alle schlägt, mag unterhaltsam sein. Das ist jedoch nicht das eigentliche Ziel der Sony-Forschung, wie Peter Dürr, Leiter von Sony AI Zürich, erläutert:

„Der Erfolg von Ace mit seinem Wahrnehmungssystem und seinem lernbasierten Steuerungsalgorithmus deutet darauf hin, dass vergleichbare Verfahren auch in anderen Bereichen eingesetzt werden könnten, die eine schnelle Echtzeitsteuerung und menschliche Interaktion erfordern. Dazu zählen Produktions- und Servicerobotik sowie Anwendungen in Sport, Unterhaltung und sicherheitskritischen physischen Anwendungen.“

Tischtennis als ultimativer Test für Robotik

Nach eigener Einschätzung von Sony AI stellt Tischtennis – erst recht gegen herausragende Könner – den „ultimativen“ Test für einen Roboter dar. Dabei geht es nicht allein um Denkprozesse, sondern ebenso um rasche Entscheidungen und die Beherrschung einer dynamischen Umgebung. Solche Prüfungen sind folglich deutlich anspruchsvoller als klassische Strategiespiele wie Schach oder Go: Neben Reflexen und Geschwindigkeit verlangen sie auch komplexe Mechanik.

Denn entwickelt werden muss nicht nur die KI, sondern das gesamte System rund um sie. Ace besteht nicht lediglich aus einem Roboterarm mit acht Gelenken, sondern verfügt auch über neun synchronisierte Kameras und drei Bildverarbeitungssysteme, um den Ball zu verfolgen.

Anpassungsfähigkeit von Ace bleibt ausbaufähig

Dürr zufolge gibt es weiterhin Verbesserungspotenzial, da Ace mitunter zu vorhersehbar agiert. Das kommt menschlichen Gegnern zugute, die sich schnell darauf einstellen können.

„Menschliche Profisportler sind hervorragend darin, sich an ihren Gegner anzupassen und dessen Schwächen zu erkennen – ein Aspekt, an dem wir arbeiten.“

Eine echte technische Meisterleistung, die ihr gesamtes Potenzial noch nicht gezeigt hat.

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