Cristiano Ronaldo mit voller Einsatzzeit in der Gruppenphase der WM 2026
Das Thema kommt immer wieder auf, doch es lässt sich nicht umgehen: Mit 41 Jahren ist Cristiano Ronaldo für Roberto Martínez weiterhin gesetzt. Unter den großen Stars bei der WM 2026 war der Kapitän Portugals sogar der einzige Spieler, der in der Gruppenphase durchgehend auf dem Platz stand. Ohne die Nachspielzeiten in den Partien gegen die DR Kongo, Usbekistan und Kolumbien kam der Star aus Madeira auf 270 Minuten. Lediglich Frankreichs Mbappé (267 Minuten), Englands Harry Kane (264) und Brasiliens Vinicius Jr. (261) kamen an die Gesamtspielzeit von CR7 heran. Zum Vergleich: Frankreichs Angreifer Dembelé, der aktuelle Ballon-d’Or-Gewinner, wurde in allen drei Spielen der Gruppe I ausgewechselt und absolvierte 213 Turnierminuten.
Die übrigen Topspieler im Turnier wurden bereits ausgewechselt oder saßen zumindest zeitweise auf der Bank. Lionel Messi etwa verließ beim argentinischen Auftakt gegen Algerien in der 80. Minute den Platz, spielte gegen Österreich über die volle Distanz und begann gegen Jordanien als Ersatzspieler, ehe er erst eine halbe Stunde vor Schluss eingewechselt wurde. Kroatiens 40-jähriger Modric, der im Sechzehntelfinale auf Portugal trifft, wurde in zwei Partien ausgewechselt und stand insgesamt 229 Minuten auf dem Rasen.
Noch deutlicher war die Belastungssteuerung bei „Wikinger“ Haaland: Da Norwegen bereits qualifiziert war, blieb er gegen Frankreich über die gesamte Spielzeit auf der Bank. Belgiens Kevin de Bruyne wurde in allen drei Begegnungen der „Roten Teufel“ ausgewechselt, ebenso Mo Salah für Ägypten. Wegen einer Verletzung, die ihn in der Vorbereitung auf die WM daran hinderte, bei 100 Prozent zu sein, kam Wunderkind Lamine Yamal im ersten Spiel Spaniens 45 Minuten zum Einsatz, im zweiten ebenfalls 45 Minuten und im dritten 76 Minuten – insgesamt 166.
Verglichen mit der EM 2024 wurde Ronaldo in der Gruppenphase dieser WM sogar noch intensiver eingesetzt. Bei dem Turnier vor zwei Jahren spielte Portugals Kapitän gegen Tschechien und die Türkei jeweils 90 Minuten, ehe er gegen Georgien – Portugal war bereits qualifiziert – nach 65 Minuten vom Platz ging. Diesmal gab es auch im dritten Spiel gegen Kolumbien, trotz drückender Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit, keine Schonung.
Unentschieden erschüttern João Félix nicht
Die Kritik an Portugals Auftritt gegen Kolumbien lässt João Félix kalt. „Wir hätten es besser machen können, aber ich finde auch nicht, dass wir schlecht waren. Wir müssen einige Fehler korrigieren und uns steigern. Bei einer WM sind die Spiele immer kompliziert“, erklärte der Stürmer von Al Nassr, der sowohl gegen die Kolumbianer als auch zuvor gegen Usbekistan in der Startelf stand. „Die Fans sollen ruhig bleiben. Wir versprechen Arbeit und Einsatz und werden alles tun, um Kroatien zu schlagen“, sagte er und ergänzte, dass es für Portugal vielleicht sogar gut sei, auf europäische Nationalteams zu treffen. „In den vergangenen Jahren haben wir oft gegen Kroatien gespielt. Wir wissen, was wir tun müssen. Es ist eine europäische Mannschaft, und wir kennen ihre Stärken und Schwächen. Unsere Spielstile sind ähnlich“, so Félix, der betonte, dass die zwei Unentschieden aus den drei Gruppenspielen der Mannschaft Portugals „das Vertrauen“ für die kommenden Aufgaben nicht nähmen.
Trauer um den Vater von Ricardo Carvalho
Das gestrige Training der portugiesischen Nationalmannschaft in Palm Beach begann damit, dass sich die gesamte Gruppe umarmt in einem Kreis versammelte, um nach dem Tod von Ricardo Carvalhos Vater Manuel Ribeiro de Carvalho im Alter von 69 Jahren eine Schweigeminute abzuhalten. Der frühere Nationalspieler und Co-Trainer von Roberto Martínez war noch beim Training dabei, reiste später am Tag jedoch nach Portugal, um an der Beerdigung teilzunehmen.
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