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Adamastor Furia: Razão Automóvel fährt den ersten portugiesischen Supersportwagen

Grüner Lamborghini Supersportwagen mit schwarzem Dach und aerodynamischem Spoiler in moderner Ausstellungshalle.

Manche Augenblicke brauchen keine große Ankündigung. An diesem Wochenende wird Razão Automóvel beim Caramulo Motorfestival endlich den Adamastor Furia fahren. Wir sind das erste Medium, das ihn steuern wird.

Guilherme Costa, Mitgründer und Direktor von Razão Automóvel, übernimmt am Steuer des ersten portugiesischen Supersportwagens die historische Bergstrecke von Caramulo. Bisher wurde der Furia hauptsächlich vom Entwicklungsteam von Adamastor bewegt.

Adamastor Furia: erste Fahrt mit dem portugiesischen Supersportwagen

Dieses Wiedersehen hat eine Vorgeschichte: Bereits 2019 fuhr Razão Automóvel den P003RL, den Prototypen, der damals für die Zukunft von Adamastor stand. Dieses Projekt wurde später eingestellt, um mit einem komplett neuen Konzept von vorn zu beginnen. Das Ergebnis fällt deutlich ambitionierter aus: der Furia, ein für die Rennstrecke entwickelter Supersportwagen, der auch als Straßenversion angeboten werden soll.

750 PS, 1050 kg und Hinterradantrieb

Der Adamastor Furia, den wir fahren werden, ist noch kein Serienfahrzeug. Es handelt sich um einen Entwicklungsprototypen, mit dem das Unternehmen den Furia auf Rennstrecken und seit Kurzem auch auf portugiesischen Straßen erprobt.

Die Daten dieses Supersportwagens wurden im Laufe der Zeit weiter verbessert; dies sind die jüngsten bekannten Werte: Über 750 PS und 1000 Nm leistet der längs hinter der Fahrgastzelle eingebaute 3,5-Liter-V6-Biturbo von Ford Performance. Die Kraft wird über ein sequenzielles Getriebe ausschließlich an die Hinterräder übertragen.

Zwar gibt es Elektroautos mit deutlich höheren Leistungswerten, doch keines gibt für sich ein Trockengewicht von 1050 kg wie der Furia an. Erreicht wird dieser Wert vor allem durch den Einsatz von Carbonfaser – sowohl für das Monocoque als auch für große Teile der Karosserie.

Die angekündigten Fahrleistungen passen zu diesen Zahlen: Rund 2,5 s auf 100 km/h, ungefähr sieben Sekunden bis 200 km/h und mehr als 300 km/h Höchstgeschwindigkeit in der Straßenversion.

Im Mittelpunkt des gesamten Projekts steht jedoch die Aerodynamik. Die an der Unterseite des Furia sichtbaren, riesigen Venturi-Kanäle ermöglichen es der Straßenversion, bei 250 km/h rund 1000 kg Abtrieb (Downforce) zu erzeugen – ohne einen gewaltigen Heckflügel zu benötigen.

Cockpit konsequent auf den Fahrer ausgerichtet

Wenn Guilherme im Supersportwagen Platz nimmt, erwartet ihn zudem ein ungewöhnlicher Innenraum. Das Cockpit wurde vollständig um den Fahrer herum gestaltet: mit Carbonschalensitzen, einer Mittelkonsole mit tragender Funktion und einem Startknopf an einer eher unerwarteten Stelle – im Dachhimmel.

Zurück in Caramulo

Die erste Fahrt im Adamastor Furia findet beim Caramulo Motorfestival statt – einen passenderen Rahmen könnte es kaum geben. Die Veranstaltung läuft bereits am kommenden Wochenende, vom 4. bis 6. September, und genau hier absolvierte der Furia vor einem Jahr seine erste öffentliche dynamische Demonstration.

Wie im vergangenen Jahr wird der Supersportwagen die historische Bergstrecke von Caramulo hinauffahren, diesmal mit Guilherme am Steuer. Dabei bleibt er nicht allein: Für die 21. Ausgabe des Festivals sind mehr als 180 Fahrzeuge für die Rampa Histórica Castrol gemeldet.

Neben dem Adamastor Furia werden unter anderem der Ferrari F80, Maserati MCPura, Lamborghini Temerario, Bugatti Veyron und Dallara Stradale zu sehen sein. Für uns wird der orangefarbene Wagen aus offensichtlichen Gründen besonders im Fokus stehen. Endlich werden wir herausfinden, wie sich der erste portugiesische Supersportwagen fährt. Danach berichten wir über alles.

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