Defender hat es geschafft: Nach knapp 8.000 Kilometern durch sämtliche Geländearten, die Saudi-Arabien zu bieten hat, hat die Marke bei der Dakar Rally 2026 die Stock-Klasse gewonnen. Und das in absolut dominanter Manier: 13 Etappensiege in 13 Etappen. Einen besseren Einstand bei diesem legendären Offroad-Enduro hätte es kaum geben können. An der Spitze stand der junge Rokas Baciuška, der an jedem Tag mindestens einen Podestplatz holte und die Wertung der Serienfahrzeuge vom Start bis ins Ziel anführte.
Defender gewinnt die Stock-Klasse der Dakar Rally 2026
Der 26-jährige Litauer und Defender krönten ihre herausragende Leistung auf perfekte Weise. Baciuška war am Schlusstag der Schnellste und sicherte sich seinen siebten Etappensieg vor seinen Teamkollegen Stéphane Peterhansel und Sara Price. Die US-Amerikanerin sorgte zusätzlich für gute Stimmung, indem sie Rang P2 in der kombinierten Stock-Wertung festmachte. Das Trio erreichte in Yanbu – dort hatte die gesamte Veranstaltung am 3. Januar begonnen – unter dem Jubel und den Umarmungen des gesamten Teams das Ziel. Es war das zehnte 1-2-3-Ergebnis.
Verglichen mit den vorherigen 900-Kilometer-Tagen bei der diesjährigen Rally-Raid-Königsklasse glich die letzte Etappe eher einem Sprint ins Ziel. Neben einem 36 Kilometer langen Straßenabschnitt führte die 105 Kilometer lange gezeitete Hauptroute in einer sauberen Schleife zurück zum Basislager in Yanbu. Die Strecke wechselte zwischen Sand und felsigem Untergrund, schlängelte sich durch Täler und weiche Lagunen und führte anschließend direkt hinunter an die Küste des Roten Meeres. Dort wartete ein Hochgeschwindigkeitsabschnitt bis zur Zielflagge und dem lange erwarteten Podium – gefährlich gesäumt von wassergefüllten Gräben.
Rokas Baciuška setzt im Defender Dakar D7X-R den Schlusspunkt
Baciuška nahm den Tag zwar mit einem Vorsprung von vier Stunden in Angriff und war damit praktisch schon der sichere Klassensieger. Doch niemand sollte glauben, dass er die 13. Etappe lediglich gemütlich absolvieren oder als Ehrenrunde behandeln würde. Im Defender Dakar D7X-R legte er vom Start an ein hohes Tempo vor. Das Fahrzeug nutzt ein Getriebe, Antriebsstränge, Fahrwerk und Karosserie in Serienausführung sowie den 4,4-Liter-V8-Biturbo-Motor des Defender OCTA. Bereits am ersten Kontrollpunkt nach nur 21 Kilometern lag Baciuška 88 Sekunden vor Peterhansel; Price folgte weitere sieben Sekunden dahinter.
Gemeinsam mit seinem Beifahrer Oriol Vidal hielt er dieses Tempo auch bis zum zweiten Wegpunkt. Bei der dritten Zeitmessung nach 65 Kilometern war der Vorsprung auf „Mr Dakar“ zwar leicht auf 51 Sekunden geschrumpft. Auf den letzten Kilometern bis ins Ziel nahm Peterhansel weitere 20 Sekunden ab, doch Baciuškas passender Abschluss seiner brillanten Rallye war nicht mehr aufzuhalten. Er bewältigte die Route in knapp unter 56 Minuten und sicherte mit diesem souveränen letzten Auftritt sowohl dem Fahrer als auch dem Team den Klassensieg.
„Unglaublich! Für Defender war es das erste Jahr, für mich das erste Mal in der Stock-Kategorie – den Titel zu holen, war eine große Chance. Es ist wirklich schön. Das Team hat großartige Arbeit geleistet und nicht viel geschlafen. Ich kann nur Danke sagen. Das ist ein schöner Moment“, sagte ein jubelnder Baciuška.
Das Ausmaß von Baciuškas Dominanz wird besonders deutlich, wenn man seinen Vier-Stunden-Sieg mit dem unglaublich engen Duell in der höchsten Rally-GP-Motorradklasse vergleicht. KTM-Fahrer Luciano Benavides schlug seinen Rivalen Ricky Brabec von Honda nach 13 Etappen und 8.000 Kilometern um gerade einmal zwei Sekunden. Das ist der Wahnsinn der Dakar.
Peterhansel und Price komplettieren das starke Defender-Ergebnis
Peterhansel und Navigator Michaël Metge stoppten die Uhr 32 Sekunden nach Baciuška und wurden P2. Obwohl das Duo am Montag wegen eines gerissenen Lichtmaschinenriemens die 8. Etappe aufgeben musste, setzte es sich in der kombinierten Rangliste noch gegen drei weitere Teilnehmer der Stock-Klasse durch und wurde Vierter. Dazu trugen die Siege auf den Etappen 3, 4 und 7 bei.
Nach seiner 36. Dakar erklärte der 14-fache Gesamtsieger der Veranstaltung: „Es war ein schönes Abenteuer. In der Stock-Klasse ein wenig anders als das, was ich aus der Vergangenheit kenne [auf Motorrädern und in der T1+-Kategorie für maßgeschneiderte Prototypenfahrzeuge], aber es war sehr schön, Teil dieses Teams zu sein. Eine tolle Atmosphäre, ein großartiger Teamgeist.
„Am Ende war es für mich ein bisschen wie eine Achterbahnfahrt – mit Höhen und Tiefen. Aber ich werde viele gute Erinnerungen behalten. Wir sind sehr glücklich, denn das Hauptziel war, die Kategorie für Defender zu gewinnen. Rokas hat es geschafft, Sara wurde Zweite. Wir liegen etwas dahinter, aber es ist ein wirklich starkes Teamergebnis. Ich bin sehr glücklich.“
Price lag auf der Tagesetappe nur weitere 30 Sekunden hinter Peterhansel. Gestützt auf drei Etappensiege sicherte sie sich gemeinsam mit Beifahrer Sean Berriman den zweiten Gesamtrang. Die X-Games-Medaillengewinnerin ergänzte: „Es war einfach unglaublich! Auf der letzten Etappe mussten wir nur noch ins Ziel rollen, damit wir dort als Team gemeinsam ankommen. Das gesamte Defender-Team dort sitzen zu sehen, diese Begeisterung, diese Emotionen – darum geht es. Das ist es, was es bedeutet. Dieses Team auf den Plätzen 1-2 ins Ziel zu bringen, ist einfach unglaublich.“
Nach allen Prüfungen und Strapazen der Dakar ist es für die Crewmitglieder doch sicher endlich Zeit, sich zu erholen? Nun ja, irgendwie. Sie haben sich nach dieser härtesten aller Herausforderungen zwar eine lange Pause mehr als verdient, doch für Defender sind Schlammpassagen und Dünensprünge noch lange nicht vorbei. Die Marke hat sich im Rahmen eines Dreijahresprogramms für den verbleibenden Teil der FIA Rally-Raid-Weltmeisterschaft 2026 angemeldet. Es gibt also noch reichlich Geschichte zu schreiben.
Defender OCTA | Meister extremer Performance, überall
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