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Juan López: Wie ein Spanier mit 82 Jahren Weltrekorde in der Leichtathletik aufstellt

Älterer Mann läuft auf der Tartanbahn, während zwei Personen im Hintergrund medizinische Tests durchführen.

Mit 66 Jahren konnte Juan López kaum sechzig Sekunden laufen, ohne ausser Atem zu geraten. Heute ist der Spanier 82, hält mehrere Weltrekorde in der Leichtathletik und ist wegen eines Körpers, der dem Kalender zu trotzen scheint, Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen.

Der Tag, an dem Laufen unerreichbar schien

Bevor er Athlet wurde, drehte sich Juan López’ Leben um Motoren. In Toledo in Spanien arbeitete er als Kfz-Mechaniker und eröffnete sogar eine eigene Werkstatt, bevor er in den Ruhestand ging.

Seine Tochter, die klettert, brachte ihn auf die Idee, die Spaziergänge durch Laufeinheiten zu ersetzen. Zu Beginn hielt Juan López nicht einmal eine Minute laufend durch und zweifelte zeitweise an sich selbst.

  • Erstes Training: Er konnte nur eine Minute laufen, ehe er pausieren musste.
  • Später Beginn: Mit 66 Jahren fing er nach seinem Ruhestand als Mechaniker mit dem Laufen an.
  • Europameister: Gold im Marathon der Altersklasse 80 bis 84 Jahre im Jahr 2024.
  • Weltrekord: 2025 absolvierte er 50 Kilometer in 4 Stunden und 47 Minuten.
  • Im Fokus der Wissenschaft: Eine spanische Universität untersucht seinen Stoffwechsel und seine Lungenkapazität.

Zwischen Familienfürsorge und Trainingsalltag

Juan López teilt seinen Alltag inzwischen zwischen seinem Zuhause und der Laufbahn auf. Vormittags kümmert er sich um seine Frau Mari und erledigt den Haushalt, bevor er sich dem Sport widmet.

Am Nachmittag trainiert er sechs Tage pro Woche zwei bis zweieinhalb Stunden. Dabei kommt er auf etwa 65 Kilometer pro Woche; vor wichtigen Wettkämpfen kann der Umfang auf 120 km steigen.

Was die Wissenschaft im Körper dieses Marathonläufers fand

Forschende der Universität Castilla-La Mancha in Spanien arbeiteten mit italienischen Kolleginnen und Kollegen zusammen und veröffentlichten in der Fachzeitschrift Frontiers in Physiology eine Fallstudie über Juan López. Sie gingen der Frage nach, warum seine Leistung unter Athletinnen und Athleten im hohen Alter so aussergewöhnlich ist.

Die Zahl, die die Forschenden verblüffte

Maximale Sauerstoffaufnahme, das bekannte VO2max

Bei Labortests erreichte Juan López laut der mit ihm durchgeführten wissenschaftlichen Studie die höchste maximale Sauerstoffaufnahme, die jemals bei einer Person über 80 Jahren gemessen wurde.

Zudem stellten die Forschenden fest, dass er Fett deutlich effizienter als Energiequelle nutzt als junge Athletinnen und Athleten. Dadurch setzt die Erschöpfung bei Langstreckenwettkämpfen später ein.

Nach Einschätzung der Fachleute lässt sich ein Teil davon durch die Genetik erklären. Ebenso entscheidend ist jedoch das regelmässige Training über fast zwei Jahrzehnte hinweg.

Warum diese Geschichte unser Wissen über das Älterwerden herausfordert

Der Werdegang von Juan López zeigt, dass das Alter kein Hindernis sein muss, mit Bewegung zu beginnen – selbst nach dem 60. Lebensjahr und ohne jede vorherige sportliche Erfahrung.

Der Rat seiner Tochter, an jener einen Minute festzuhalten und nicht aufzugeben, wurde zu einer einfachen Methode. Sie kann jeder anwenden, der eine neue, nachhaltige Gewohnheit aufbauen möchte.

Weltrekorde, die noch fallen könnten

Seine Vereinskollegen nennen den Mann aus Toledo Superlópez. Er sagt, Bewegung sei am gesündesten, wenn sie dem Erhalt der Gesundheit diene und nicht ausschliesslich dem Kampf gegen die Stoppuhr. Zudem versichert er, dass er die Zeichen des Älterwerdens noch nicht in seinem Körper spüre.

Die Geschichte von Juan López erinnert daran, dass der menschliche Körper in jeder Lebensphase überraschen kann, wenn er die richtigen Reize erhält. Mit jedem Schritt beweist er, dass Älterwerden nicht zwangsläufig bedeutet, langsamer zu werden.

Wenn dich diese Geschichte über das Überwinden von Grenzen dazu motiviert hat, die Trägheit hinter dir zu lassen, teile sie mit jemandem, der ebenfalls glaubt, es sei schon zu spät für einen Anfang.

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